1600 Penn

1600 PennSkip will eigentlich nur einen kleinen Aufstand gegen die feindliche Studentenverbindung anzetteln. Einige Sekunden später brennt deren Haus und der Aufstand wird niedergeschlagen — wortwörtlich. Doch bevor Skip richtig in die Schlägerei mit einbezogen wird, fahren schwarze SUVs vor uns holen ihn ab. Skip ist nämlich der Sohn des Präsidenten und der hat genug von dessen Späßen. Skip wird ins weiße Haus abgeordnet, gewissermaßen.
Und dort ist auch alles ganz unpräsidentig: Während das Staatsoberhaupt ein südamerikanisches Handelsabkommen verhandelt (mit Tennis), versucht seine Frau mit den Adoptivkindern klar zu kommen. Und die Präsidententochter stellt fest, dass sie irgendwie schwanger ist — dabei ist sie doch eigentlich das Vorzeigekind der Familie?!

»1600 Penn« ist die übliche Dysfunktionale-Familie-Comedy — nur, dass die übliche Familie im weißen Haus wohnt und das Familienoberhaupt auch Staatsoberhaupt der vereinigten Staaten ist.

Das ganze hat einen hohen Production Value, also fühlt sich fast kinohaft an in der Produktion. Alles weitere kann ich aber nicht so klar einordnen.

Die Witze wechseln zwischen super-albern, albern und ok-albern. Die Schauspieler sind ok (Bull Pullman als POTUS) bis gut (Josh Gad als Skip), aber immer mit Hang zum Nerven. Die Story ist durchweg hanebüchen — eigentlich so, wie es sich für eine Comedy gehört. Aber wegen des Weißen-Haus-Realitätsbezugs fühlt sich das doch seltsam an.

Ich habe häufiger gelacht, als dass ich die innere Handfläche an meine Schädelinnenseite gehalten hab (inner facepalming) — ja, manchmal habe ich sogar laut gelacht. Ob »1600 Penn« mir auch dauerhaft gefällt oder schon bald auf die Nerven geht, das werden wir in den nächsten Episoden relativ schnell sehen. Wenn die Show überhaupt so lange hält: Die US-Presse ist gar nicht so angetan von ihr

→ »1600 Penn« bei TVRage und in der Wikipedia
Trailer
→ Metacritic-Score: 55

CyberChimps