666 Park Avenue (II)

Eigentlich ein ganz normaler Tag im Apartment-Haus »The Drake« in New York. Geigenspieler werden vom Höllenschlund verschlungen, Aufzüge töten fast Bewohner, Untote sterben wieder, Tote erscheinen beim Mosaik-Renovieren. Und nebenbei ziehen Jane und Henry als neue Manager des Hauses ein und merken erst Stück für Stück, dass in dem Haus nicht alles ganz so normal ist.
Außerdem gibt’s das Besitzerehepaar des Hauses, das neben einem guten Draht zum Teufel einen guten Draht zu den neuen Managern haben möchte, ein Schriftsteller, der die entfernte Nachbarin plötzlich persönlich kennenlernt, und eine junge Diebin.

»666 Park Avenue« ist die weichgespülte Non-Pay-TV-Variante von »American Horror Story«. Massenverträglichere Geschichte, massenverträglicherer Horror — massenverträglicherer Sex(-Appeal). Wie Caro zurecht schreibt, ist das nicht unbedingt negativ. Prinzipiell ist das ok.
Allerdings war da eben im letzten Jahr diese grandiose Serie um das Hounted House — und dagegen wirkt »666 Park Avenue« einfach ein bisschen langweilig, eben weichgespült und spannungsarm.

Trotzdem vereint die Show natürlich hervorragende Schauspieler und mit den vielen Bewohnern des Gebäudekomplexes auch ein Konzept, was sich problemlos über mehrere Staffeln erstrecken kann. (Vielleicht kommt aber auch bald Buffy vorbei und schließt den Höllenschlund?)

Fassen wir zusammen: »666 Park Avenue« prinzipiell ok-es Horror-eskes Drama, das im Vergleich zur ersten Staffel »American Horror Story« aber ganz schön abstinkt.

→ »666 Park Avenue« bei TVRage und in der Wikipedia
Trailer
→ Metacritic-Score: 61

(Interessant übrigens, wie Hauptdarstellerin Rachel Taylor im Vergleich zu ihrem letztjährigen Start »Charlie’s Angels« darstellt.)

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