Agents of S.H.I.E.L.D.

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Nicht zu Unrecht hat der gute Andi sich diese Woche gewundert, dass ich als Whedon-Fangirl nicht sofort den Piloten von „Agents of S.H.I.E.L.D.“ geschaut und für die Nachwelt seziert habe. Zu meiner Verteidigung: Ich hatte zuviel um die Ohren und musste/wollte/sollte zunächst endlich „The Avengers“ gucken, den Kinovorgänger von Joss Whedons neuem Fernsehstück. Dass ich den bisher noch nicht gesehen hatte… nun ja, dafür gibt es keine Entschuldigung ;)

Jetzt aber! Worum’s geht: eine Einheit der Superschlauen und -taffen auf der Suche nach Superhelden und -monstern. „S.H.I.E.L.D.“ hat erst einmal alles, was theoretisch einen guten Whedon ausmacht: einen soliden Cast, dessen herausragende Chemie sich in bester Whedon-Manier nach Wochen bzw. Monaten entfalten könnte; Außenseiter, Draufgänger und noch ein paar andere Klischeefiguren, aber allesamt liebevoll gezeichnet, die im weiteren Verlauf der Staffel zusammenwachsen werden; einen Mix aus Heldenepos und Menschlichkeit; inmitten von Drama und Action immer wieder Comic Relief und Momente zum laut Mitlachen.

Die Pilotepisode an sich ist gut, aber sicher nicht so herausragend wie Hype und Geheimniskrämerei erwarten ließen. Dass das Glas bei mir trotzdem halbvoll ist, mag an meinem Vertrauen in all things Whedon liegen. Es wird mich auf jeden Fall wieder einschalten lassen. (Ich kann mich nicht entsinnen, dass mich eine seiner Serien ab der ersten Stunde so begeistert hätte wie sie das heute rückblickend tun.) Wie das für Marvel-Fans ist, vermag ich nicht zu beurteilen; dass die Serie (wie der Film „The Avengers“) klassischen Comic-Stoff aufgreift, ist mir ziemlich egal, solange das Ergebnis gut wird.

Meine größere Sorge ist dann schon, dass „Agents of S.H.I.E.L.D.“ zu geleckt und zu wenig blutender Malcolm Reynolds werden könnte. Logisch, dass nach einem Kinoblockbuster kein kleines Independent-TV-Stück entsteht und entstehen kann, das Fangirl in mir freut sich für Joss Whedon und seinen Erfolg. Aber die Hochglanzoptik irritiert mich doch ein wenig, sie erinnert zu sehr an das schrecklich schief gegangene „Dollhouse“ und zu wenig an die frühen, Prä-CGI-Tage von „Buffy“…

So, Andi, happy?

→ „Agents of S.H.I.E.L.D.“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 74, Tomatometer: 86%

Ein Gedanke zu “Agents of S.H.I.E.L.D.

  1. Ja! Happy!
    Ich kann dir tatsächlich zustimmen. Das alles ist arg durchgestyled. Mal sehen, ob das trotzdem whedon (Verb) wird. Aber, hey, eigenltich: klar! Never disbelieve! ;)

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CyberChimps