Agents of S.H.I.E.L.D.

Agents of S.H.I.E.L.D.Der Kampf von New York ist vorbei. Die Aliens zurückgeschlagen. Dank Iron Man, Captain America, Thor und dem Rest der Gang darf die Menschheit auch noch den morgigen Tag erleben. Während es für die Avengers zurück zum täglichen Superheldendasein geht, startet der wiederauferstandene Agent Paulson damit, eine Spezialagenten-Truppe aufzubauen. Im Namen von S.H.I.E.L.D. stellt er begabte Spezialisten unterschiedlichster Bereiche zusammen um gemeinsam die merkwürdigen Fälle zu ermitteln, die nach dem Besuch der Außerirdischen eben so aufkommen.
Dabei offenbart direkt der erste Fall, ein hitzköpfiger Vater, der dank Alientechnik zum Superheldchen wird, dass die Agenten von S.H.I.E.L.D. gegen größere Bösewichte ermittelt, als den Gelegenheitsalienkriminellen.

He’s back! Joss Whedon, Macher von »Buffy«, »Firefly« und »Dollhouse« ist nach seinem Riesenerfolg im Kino (»The Avengers«) zurück im Fernsehen. Vielleicht (hoffentlich!) wird euch Caro als alte Whedon-Fangirl bald erzählen, warum das prinzipiell so toll ist.
Und dann macht Joss Whedon, von Disney auserkoren, das Marvel-Franchise zu koordinieren, ausgerechnet noch eine Comic-basierte Superhelden-Serie – wo er doch bei »The Avengers« gezeigt hat, dass er großes Budget samt teurer Effekte und vorentwickelten Charakteren trotzdem whedonesque arrangieren kann.
Nicht umsonst war »Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.« auf Platz eins der von mir am meisten erwarteten Shows in diesem Herbst.

Genug der inhaltlossen Vorschusslorbeerei. Kommen wir endlich mal zum Punkt. Taugt denn jetzt »Agents of S.H.I.E.L.D.« was?
Ja!

Wie das mit Erwartungen so ist: Die Serie ist nicht die großartige Offenbarung, die ich mir vorher unter ihr vorgestellt hatte. Das klappt ja eh nie.
Trotzdem ist AoS1 ganz hervorragend. Ein fetter Neustart, mit, zu Recht, 12 Millionen Pilotzuschauern.2

Altbekannt vereinen Joss Whedon und Autorenteam gespitzte Dialoge mit viel Comic Relief. Es gibt interessante Charaktere, von denen man weiß, dass man bisher nur an deren Oberfläche gekratzt hat. Ebenso gibt es einen Haufen Andeutungen über die hintergründigen, episodenübergreifenden Geschichten, die uns in dieser Staffel jede Woche auf’s Neue den Mittwoch herbei sehnen werden. Die Schauspieler sind auch alle hervorragend gefunden und bilden ein erstaunlich heterogenes3 Team.

Hier und da gibt’s dann eben doch noch ein paar Schwächen: Manchmal wirkt alles ein bisschen zu sehr zufällig zusammengewürfelt. Manchmal könnten die Dialoge doch etwas cleverer sein. Manchmal sehen die Spezialeffekte nicht so gut aus, wie wir aus dem Kino verwöhnt sind.
Aber ich verzeihe das der Serie sofort: Schließlich weiß ich, dass Joss Whedon aus einer guten Show sehr schnell eine großartige entwickeln kann. Das hat er schon bewiesen.

»Agents of S.H.I.E.L.D« hat neben einem schwer zu tippenden Namen4 viel, viel Potenzial. Die Comic-Basis der Geschichten ist solide, die Schauspieler super, das Macher-Team legendär.
Ich freue mich auf das Serienhalbjahr. Und bin froh, dass meine meisterwartete Show 2013 ausnahmsweise mal kein Reinfall war5.

→ »Agents of S.H.I.E.L.D.« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 74, Tomatometer: 85%
Nach der Pilotepisode solltet ihr diesen Wired-Artikel lesen. Da gibt’s ein paar Vermutungen, was uns diese Staffel erwartet.


  1. Ist das ’ne vernünftige Abkürzung? 

  2. Ja. Das ist viel. 

  3. Ich wollte schon immer einmal heterogen in einem Review benutzen. Das klingt so kluk. 

  4. Ihr solltet das mal sieben mal in einem Text probieren! 

  5. 2012: Revolution; 2011: Alcatraz; 2010: The Event; 2009: FlashForward. Scheiß Statistik, was? 

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