Arctic Air

Arctic Air»Arctic Air« spielt in den nicht mehr so eisigen, aber immer noch bitter kalten nördlichsten Gebieten Kanadas. Dort hat das zurückgehende Eis neue Landschaften freigelegt. Neue Landschaften mit frischen Bodenschätzen. Dort ist die serien-betitelnde Fluggesellschaft angesiedelt, die mit ihren Maschinen den Zugang zu den meist unbewohnten Gebieten ermöglicht.
In der ersten Episode begleiten wir die hübsche Tochter des Familienunternehmens, Krista, beim Erkundungsflug für eine neue Diamantenader. Mit dabei, ihr hübscher, alter Kamerad Bobby, Venture-Capital-Verteiler, Frauenheld und das erste Mal zurück im Ort seit elf Jahren. Nebenbei gibt’s noch Unwetter, ein Flugzeug darin und eine schwangere Frau wiederum darin.

»Arctic Air« ist simpel gestrickt. Man nehme das Proto-Liebeskleinstadtundsodrama-Drehbuch und ergänze es an allen notwendigen Stellen mit einer kanadischen Outback-Fluglinie. Fertig. Dass das nicht per se etwas schlechtes ist, das sehen wöchentlich Millionen Fernsehzuschauer bei Grey’s Anatomy und Konsorten.
Die Serie hier kann dabei nicht auf riesige Produktionsbudgets zurückgreifen – sie ist kanadisch. Aber das braucht sie auch nicht. Tolle Landschaftsaufnahmen Kanadas machen das wett. Und der Rest funktioniert ausreichend gut.

Die Darsteller sind (noch) alle arg eindimensional – klassisch für dieses Genre. Im Gepäck kommen einige mysteriöse Anspielungen auf mögliche beleichte Keller. Auch klassisch. Alles nicht herausragend gut, aber solide und wohl irgendwie ok-ish.
Wer The-CW-Serien mag, wer Grey’s nicht nur wegen der spannenden Arztdiagnosen schaut und wem Revenge gefällt, der könnte auch Gefallen an »Arctic Air« finden.

→ »Arctic Air« bei TVRage
→ Trailer

(Der alleskönnende, immerfreundliche Copilotinder ist allerdings selbst in diesem Genre hart zu ertragen… Und, ich gestehe, »Everyone bumps into Candi« hat mich wirklich lachen lassen.)

CyberChimps