Ben and Kate

Ben und Kate sind Geschwister. Sehr unterschiedliche Geschwister. Kate zieht alleine ihre fünfjährige Tochter groß, hat ein Haus und ist Bar-Managerin. Ben ist irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs, taucht immer nur kurz in der Heimatstadt auf um so viel Chaos wie möglich zu verbreiten und ist auch schon wieder weg.
Als Ben ein weiteres Mal zurück kommt um die Hochzeit seiner großen Liebe zu stören, schafft er es tatsächlich, seiner Schwester aufrichtig zu helfen. Und weil das so gut geklappt hat, haut er dieses Mal nicht direkt wieder ab, sondern bleibt bei seiner Schwester und hilft ihr beim Aufziehen der Tochter.

»Ben and Kate« wird vermutlich nach folgendem Muster ablaufen: Es gibt ein Problem der Woche — das Kind hat Elternsprechtag, Kate einen neuen Freund, das Dach ist undicht. Kate tut alles, um ihre verschiedenen Baustellen gleichzeitig zu jonglieren. Ihr Bruder engagiert sich und macht alles nur schlimmer. Am Ende regelt er alle Probleme wieder und alles ist gut.
Vermutlich liege ich allerdings völlig falsch.

Die Serie ist nicht per se schlecht. Die Idee ist nett, die Hauptdarstellerin gut. Aber Nat Faxon als Ben gefällt mir überhaupt nicht. Seine infantile Seite ist zu künstlich gespielt, ich nehme ihm das nicht ab. Die Story, die ich bisher gesehen hab, wirkt völlig austauschbar und schon zigfach gesehen. Außerdem heißt die Nebencharakterin »BJ«. Ja.

Ich bin gewillt, der Serie Zeit zu geben, um sich zu entwickelt. Um mir entweder zu zeigen, dass ich mit obiger Inhaltsangabe richtig liege und dass darin genug Geschichtspotenzial drin steckt — oder aber mir zu zeigen, dass ich oben völlig falsch liege und die Alternative total lustig ist. Außerdem glaube ich, dass die beiden Hauptdarsteller Potenzial haben, gemeinsam eine gute Chemie zu entwickeln. Ich befürchte aber, dass »Ben and Kate« hinter den besseren Serien dieser Saison zurück fällt. Warten wir’s ab.

→ »Ben and Kate« bei TVRage und in der Wikipedia
Trailer
→ Metacritic-Score: 66

(Lustig, wie die Kritiken so ausfallen — Andere finden Nat Faxon großartig und super lustig. Hihi.)

CyberChimps