Do No Harm

Do No HarmDr. Jason Cole ist Gehirnchirurg. Erfolgreich, charmant, hat sein Leben durchgeplant. Zwischen Kaffeepause und Abendessen macht er risikoreiche Operationen und schließt sie makellos in Rekordzeit ab. Die Krankenhausleitung hält ihm den Rücken frei, schließlich ist er ein öffentlichkeitswirksames Prestigestück.
Ab 20:25 jeden Tages sieht das aber anders aus. Würde sich Cole nicht mit speziell entwickelten Anästhetika wegballern, würde zu dieser Zeit seine zweite Persönlichkeit seinen Körper übernehmen. Ian Price nennt sie sich. Sie ist das Gegenteil von Cole: Kalt, verantwortungslos, drogenabhängig, brutal — schlichtweg: böse.
Ihr ahnt, was in der Pilotfolge passiert? Die Medikamente wirken nicht mehr, Price übernimmt das Ruder. Und der ist ganz schön böse darüber, dass er die letzten Jahre im Schlaf eingesperrt war…

»Do No Harm« ist eine moderne Version von »Jekyll & Hyde«, dem Zweipersönlichkeitsklassiker des 19. Jahrhunderts. Anders als bei der BBC-Version von vor fünf Jahren bildet der »Jekyll & Hyde«-Stoff aber nur die Ideenbasis. Und einen guten Promospruch.

Mir gefällt »Do No Harm« sehr gut. Es hat ein hohes Tempo, einen tollen Hauptdarsteller und deutet an, einen komplexen Plot zu haben.
Die Pilotepisode ist etwas vollgeladen, aber zum Ende wird der Weg für eine potenziell interessante Staffel ausgebreitet. Bei der Cole/Price sich gegenseitig hinter’s Licht führen.

Neben bösen/guten Hauptcharakteren gibt’s noch eine Liebesgeschichte, die wegen der Doppelpersönlichkeitssache ganz schön fucked up ist. Es gibt den erfolgsneidischen Kollegen und den Supermolekularchemiker-Lab-Geek. Und natürlich eine Krankenhaus-Backstory, die vermutlich den Fall der Woche beisteuert, der metaphorisch irgendwo zur Cole/Price-Problematik passt.

Ich find’s gut, ich bleib dran.

→ »Do No Harm« bei TVRage und in der Wikipedia
Trailer
→ Metacritic-Score: Zu früh, die Show startet erst kommende Woche im TV

2 Gedanke zu “Do No Harm

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CyberChimps