Girls

GirlsHannah ist Praktikantin in New York. Sie lebt in einer WG mit der hübschen Marnie, hat seltsame Freunde und einen seltsamen Typen-mit-dem-sie-Sex-hat.
Bei einem Abendessen verkünden ihre Eltern, dass sie Hannah von nun an nicht mehr unterstützen werden. Finanziell. Der letzte, finale Schubs in Richtung Selbstständigkeit. Hannah verdient selbst allerdings kein Geld – und als sie darüber mit ihrem Chef sprechen möchte, ist sie auch sehr schnell ihren Job los. Geknickt begibt sie sich zum Rest ihres New-Yorker nichtganzso All-tags.

»Girls« ist von, mit und in (großen) Teilen auch über Lena Dunham. Co-Produziert von Indie-Film-Guru Judd Apatow.
Und letzteres merkt man ganz schön (vermutlich aber mehr, als er eigentlich involviert ist).

Die Show ist ein melancholisches Portrait der Stadt und insbesondere des Lebens der Jungs und Mädels darin. Falsche Entscheidungen, bescheuerte Charaktere, die hippe, teure Großstadt; der ironische Ernst des Lebens.#

Das Ganze ist langsam erzählt und filmt (zumindest in der Pilotepisode) aus »langweiligen« Einstellungen, die auf eine komische Art und Weise zum Inhalt passen. »Girls« ist sowas wie die weniger coole, mehr bedrückende und vielleicht etwas authentischere Variante von »How To Make It In America«, bei der die Hauptcharaktere durch Frauen ersetzt wurden.

Ich finde es zumindest »ok« und werde schauen, wie es sich entwickelt. Ganz angefixt bin ich aber noch nicht, dafür geht mir dieser bedeutungsschwere Indie-Krams zu schnell auf den Geist.

Laut Produzentin soll »Girls« die NYC-Lebensgefühl-Lücke zwischen »Sex and the City« und »Gossip Girl« schließen – bis auf eine (schreckliche) Szene bleibt das allerdings ohne inhaltliche Konsequenz…

→ »Girls« bei TVRage
→ Trailer

(Der Preis der seltsamsten Sex-Szene sollte allerdings dieses Jahr an »Girls« gehen. Aber auch nur, wegen der Gewöhnung ans Level Of Weirdness bei »Californication«.)

CyberChimps