Jane the Virgin

Jane the Virgin
Die Prämisse von „Jane the Virgin“ klingt so bescheuert wie der Titel, aber vertraut mir und lest trotzdem weiter, bitte!

Die 23-jährige Jane (Gina Rodriguez) ist Jungfrau aus religiös-familiären Gründen und lässt es mit ihrem Freund ruhig angehen. Raphael (Justin Baldoni) derweil lebt in einer unglücklichen Ehe und hat gerade eine Krebserkrankung überstanden. Vor Jahren teilten die beiden einen romantischen Moment samt Kuss, aber sahen sich nicht wieder – bis jetzt. Denn ausgerechnet Raphaels vor Liebeskummer zerstreute Schwester, Janes Frauenärztin, befruchtet die Titelfigur beim Praxisbesuch versehentlich mit seinem Sperma. In Janes Lebensplan ist ein Kind noch nicht vorgesehen, doch Raphael hatte seine letzten Schwimmer vor der Behandlung auf Eis legen lassen und hat nur diese eine Chance auf Nachwuchs. Ein Dilemma!

„Jane the Virgin“ hat überwiegend überschwängliche Kritiken erhalten – durchaus verdient: Die CW-Serie besticht durch eine quirlige, sehr natürliche Hauptdarstellerin und alles in allem eine äußerst charmante Mischung aus bodenständiger Dramedy und kitschiger Telenovela mit einem „Fabelhafte Welt der Amélie“-artigen Erzähler.

Wie die Charaktere einander treffen und mit der ungewollten und ungewöhnlichen Schwangerschaft umgehen, und wie die Geschichte dem Publikum näher gebracht wird, hat etwas von im Schnelldurchlauf erzählten französischen Komödien. Für amerikanisches Fernsehen ist dies, soweit ich weiß, mal eine ganz neue Sprache. „Jane the Virgin“ bedient sich in mehreren Genres und ist dabei erfrischend anders. Solltet ihr euch anschauen!

→ „Jane the Virgin“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Tomatometer: 100%, Metacritic-Score: 80
Trailer

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