King & Maxwell

King & MaxwellSean King und Michelle Maxwell waren beide mal beim Secret Service. Aus unterschiedlichen Gründen hat das allerdings für beide nicht so recht geklappt — sie wurden gefeuert. Jetzt haben sie eine Privatdetektei und ermitteln auf eigene Faust.
In ihrem ersten Fall übernehmen sie den Klienten eines befreundeten, aber toten, Anwalts. Der vertrat einen vielfachen Mörder, der eigentlich durch und durch schuldig aussieht. Aber schnell stellt sich heraus, dass der Anwaltfreund Ungereimtheiten im Fall gefunden hat — und auf einmal alles gar nicht mehr so klar aussieht.
Nebenbei manövrieren sie auch um ihre ehemaligen Kollegen aus dem Staatsdienst herum, die ihnen unangenehm nah auf die Pelle rücken.

»King & Maxwell« liest sich auf dem Papier Bildschirm eigentlich ganz vielversprechend. Privatdetektive mit unterschiedlichen Stärken, tough und auch mal den Gesetzesbogen für den Klienten überspannend. Dabei knistert es auch mitunter mal zwischen den beiden.

Aber leider fehlt der Show ein wichtiges Element, damit das auch klappt: Chemie. Denn die beiden Hauptcharaktere haben keine. Und damit fällt das ganze Konzept zusammen.
Maxwell und King sind stählern hölzern geschrieben und haben keine charmante Interaktion miteinander. Erst am Ende der ersten Folge, als King Maxwell auf das Durchkreuzen seines Plans anspricht, merkt man, wie das hätte sein können. Vielleicht wird das mit der Zeit besser, vielleicht müssen ja auch die Schauspieler und die Drehbuchautoren mit einander warm werden. Aber die erste Episode war kühl. Die Dialoge übrigens auch.

Gut gefiel mir der Twist am Ende der Episode, der die Geschichte etwas aufwertet. Einen Twist gibt’s auch am Ende der zweiten Episode, vielleicht hat das also System bei der Show?
Man merkt leider, dass die Show auf TNT läuft — der Production Value ist hier und dort doch etwas niedrig. Außerdem, was soll dieser seltsame FBI-Ermittler!? Und was ich vom Buchhalter halten soll, das weiß ich auch nicht…

Also: »King & Maxwell« hat Potenzial, aber (noch) stimmt die Chemie der Charaktere nicht. Und das ist ein zentrales Element der Geschichte. Ohne das fällt auf einmal auf, dass alles andere eher mittelmäßig ist.

→ »King & Maxwell« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 56

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