Last Man Standing

Last Man Standing»Tool Time« 2.0. Oder so.
Jedenfalls Tim Allen als Mike Baxter, der einen der wenigen, letzten echten Männern spielt. Eigentlich ist er für ein Outdoor-Magazin in der Wildnis der Welt unterwegs, aber wegen des Internets (ihr wisst schon, dieses böse böse Internet) soll er nun erstmal zu Hause bleiben und den Outdoor-Shop im Netz voran bringen. Auch in seinem Heim ist Mike auf Abenteuerkurs. All seine Töchter (wieviele sind’s noch gleich?) haben ihre Frauen-Probleme, über die er als letzter echter Mann nur müde lachen kann. Die Kommunikation und Interaktion mit dieser verwegenen Art fällt ihm schwer.

Das beste an der Serie ist der Titel. Der ist nämlich doppeldeutig und passt zu den verschiedenen Schauplätzen der Show. Toll, was?

Sonst ist »Last Man Standing« eine Macho-Show. Ich verstehe ja, dass das Thema bewusst auf einer ironischen Ebene angegangen werden soll. Mit einer Art zwinkerndem Auge den kulturellen Wandel der Rollenmodelle von Frau und Mann analysiert. Aber das ist nicht ironisch genug, das Auge zwinkert zu wenig – und wichtiger: das ist alles so furchtbar uninteressant, flachwitzig und auf einer komischen Ebene sogar abgelutscht.
Und der Dosen-Laugh-Track macht’s auch nicht besser.

Sorry, Herr Allen, Ihre Show wird mich nicht weiter interessieren. Aber ich bin vollständig überzeugt, dass Sie trotzdem genug Publikum für fünfzehn Staffeln finden werden.

→ »Last Man Standing« bei TVRage
→ Trailer

(Ein neues Kriterium, zur Bewertung von Serien: Das Gute-Witze-Schlechte-Witze-Verhältnis. Ich tippe hier auf so etwas wie 0,3 bis 0,4. Serien sollten erst ab 0,8 angesehen werden.)

CyberChimps