Mistresses

Mistresses»Mistresses« verfolgt das Liebesleben vierer Frauen, die alle mit ihren persönlichen amoruösen Geistern kämpfen. Da ist Savi, erfolgreiche Business-Frau und verheiratet mit einem erfolgreichen Koch. Das scheiternde Kinderkriegen strapaziert ihre Ehe aber ordentlich und lässt Savi tiefe Blicke ihrem flirtvollen Arbeitspartner hinüberwerfen1. Joss ist ihre Schwester, die den ganzen Liebeskram alles andere als ernst nimmt und locker von Kurzbeziehung zu Kurzbeziehung zieht. Dabei ist sie durchaus auch mal selbst Geliebte. Etwas ernster steht’s da um Psychiaterin Karen, die eine Affäre mit ihrem verheirateten Patienten hatte — bis zu seinem Tod. Jetzt steht dessen gesamte Familie vor der Tür. Die vierte im Bunde ist die verwitwete April, die versucht ihr Leben und das ihrer Kinder nach dem plötzlichen Tod ihres Manns wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Natürlich nahm der aber auch ein paar Geheimnisse mit ins Grab…

Ihr seht schon, der Plot von »Mistresses« klingt äußerst GZSZ-ig. Jap, »Mistresses« ist eine bessere Soap. Hier ein Flirt, da eine Beziehung; hier ein Fremdgehen, da ein Ertappen. Sexgeladene Atmosphären, gepaart mit ambivalent-moralischen Entscheidungen und triefend tiefgreifenden Spontanhandlungen.

»Mistresses« ist die US-Adaption der gleichnamigen britischen Serie von 2008. Die Idee: Die vier Freunde haben alle etwas mit dem Mistress-Sein zu tun — entweder, sie sind selbst Geliebte, haben einen Geliebten, oder finden heraus, dass jemand eine/n Geliebte/n hat.
Das Ganze läuft natürlich im Free-TV, im amerikanischen Free-TV. Ist also Massenkompatibel gehalten. (Wo wir gerade dabei sind: Ich könnte mir vorstellen, dass die UK-Version deswegen besser ist. Hab’s aber nie gesehen. Hat jemand beides gesehen und mag berichten? Ab in die Kommentare!)

Tatsächlich finde ich die Show gar nicht so schlecht. In einem Soap-Bezugssystem. Die Geschichten schreiten hinreichend schnell und interessant2 voran und halten sich tatsächlich erfrischend kurz bei den Sexfällen der Woche auf. Das finde ich gut.
Aber sonst bleibt »Mistresses« natürlich auch nur eine weitere Soap. In der Hauptsaison hätte die Show vermutlich geringe Überlebenschancen gehabt. Aber jetzt, in der sommerlichen Midseason, da geht das.
Achja, erwähnenswert: Alyssa Milano, Charmed-Alumna von damals™, spielt mit.

TL;DR: »Mistresses« = Soap mit Sex und Fremdgehen als zentralem Thema. Kein Meisterstück, aber hinreichend ok als sommerlicher Flirt3.

→ »Mistresses« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 41


  1. Meine Güte. Ich fühle mich wie ein Groschenromanautor! 

  2. So interessant, wie Soap-Geschichten eben sein können. 

  3. SCNR. 

2 Gedanke zu “Mistresses

  1. Die US-Adaption habe ich noch nicht gesehen, wohl auch, weil ich das britische Original sehr gern mochte. Tolle Darsteller (u.a. in einer Gastrolle auch Anna Torv ^^), das Ganze hatte mit seinen düsteren britischen Elementen, der Tongebung etc., fast was von Mystery, sehr un-soapig. Mitreißend irgendwie. Kann ich sehr empfehlen!

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