NYC 22 & Best Friends Forever

Abgesetzt, bevor ich Zeit zum Schreiben fand. Tja. Daher in einem Beitrag.
NYC 22»NYC 22« begleitet sechs New Yorker Polizeianfänger – Rookies – bei ihrem ersten Arbeitstag. Sie müssen sich ins Sozialgefüge der Polizeistation einleben und sich dort beweisen, aber, viel wichtiger, draußen auf der Straße klar kommen. In zweier Teams versuchen sie einen Gang-Kampf zu verhindern, stolpern sie in eine häusliche Gefahrensituation zwischen Ehemann und -frau und finden den Kleinkriminellen, der Schutzgeldpflanzen in der Nachbarschaft verkauft.

»NYC 22« ist die amerikanische, New-York-Version von »Rookie Blue«. Vielleicht etwas weniger Soap, dafür aber auch weniger charaktertief, weniger glaubhaft, weniger gut.

Insbesondere die Charaktere sind etwas zu toomuch (zu klischee, zu abgehoben,zu weithergeholt): Die ruhige Blonde, die vorher bei der Militärpolizei im Irak war (!) und jetzt den Start in der Polizei anstrebt, der ehemalige NBA-Basketballspieler, der wegen einer Verletzung die ganze Nachbarschaft enttäuscht hat und jetzt bei der Polizei anheuern muss, der amerikanische Afghane, der von seinen Nicht-Rookie-Kollegen für alles schlechte in der Welt, insbesondere Afghanistan, verantwortlich gemacht wird (oh, USA…).
Den, vermutlich genau so schlimmen, Rest-Cast habe ich vergessen. Was ein zweites Problem des Piloten war: Die Geschwindigkeit. Die war viel zu hoch und ließ mir keine Zeit, alles einzuordnen.

Abseits von den Klischees bleibt ein weiteres, schwieriges Problem: Das Gefühl, alles bereits von »Rookie Blue« zu kennen. Das Konzept zu kopieren und nur seinen Spielort nach New York zu verlegen scheint nicht genug neuen Stoff bereit zu halten, den »Rookie Blue« noch nicht behandelt hat. Irgendwo hatten wir einfach schon alles.

»NYC 22« wurde nach nur vier Folgen abgesetzt. Ein bisschen ist’s schade, vielleicht hätte die Show im Laufe seiner Zeit noch an Interessantheit gewonnen. Ich sehe zumindest irgendwo Potenzial dafür (und sei’s bei den Schauspielern…).

Ich konnte mich aber nach der Pilotepisode nicht für mehr begeistern – und so ging es wohl vielen Leuten.

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Best Friends ForeverJessicas Mann schickt ihr die Scheidungspapiere. Doofe Sache, das. Bringt sie auch ganz schön aus dem Konzept. So sehr, dass sie zu ihrer alten, besten Freundin nach New York fliegt und sich erstmal dort nieder lässt. Lennon, eben diese beste Freundin, hat aber selbst gerade eine Alltagsveränderung hinter sich: Ihr Freund Joe ist eingezogen. Und so ist Jessicas »Zurück zu den guten, alten Zeiten« etwas anders, als sie gedacht hatte.

»Best Friends Forever« ist super schrecklich, völlig unlustig, meistens nervend und ist völlig zu recht abgesetzt. Das fängt vom grundlegenden Konzept an, das schon viel zu quatschig ist, das geht aber auch bei den Witzen, den Charakteren und, ja, leider auch den Schauspielern weiter. Sein lassen.

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