Orphan Black (2)

Orphan BlackNach Monaten der Abwesenheit und Selbstfindung kommt Sarah zurück in ihre Heimatstadt. Sie möchte die Dinge mit ihrer zur Adoption aufgegebenen Tochter richten und so eine Art neues Leben beginnen. Direkt bei ihrer Ankunft am Bahnhof hat sie allerdings ein seltsames Erlebnis. Eine Frau bringt sich um. Das Seltsame? Sie sieht genauso aus wie Sarah.
Eins führt zum Anderen und Sarah nimmt die Identität der Frau, Beth, an. Die ist Polizeikommisarin und in ungewöhnliche Sachen verwickelt. Bald findet sich Sarah als Beth mitten in einem Serienmord wieder. Die Opfer: Frauen, die alle so aussehen, wie sie selbst…

Screenshot DMWenn Caro mir eine Direktnachricht mit einer Serienempfehlung zuschickt, dann muss ich mich davon natürlich überzeugen. Ihr Review zu »Orphan Black« klingt ja auch ganz hervorragend.

Und?

Ja! »Orphan Black« ist wirklich großartig.
Eine tolle, kleine Show mit Science-Fiction-Spin. Kein Drama mit riesigem Budget, sondern ein Drama was von zwei Dingen lebt: Einer interessanten (aber gar nicht so neuen) Prämisse und von großartiger Schauspielerei.

Die großartige Schauspielerei beschränkt sich nicht nur, aber hauptsächlich auf Hauptdarstellerin Tatiana Maslany, die direkt eine ganze Hand voll Charaktere in der Serie spielt. Egal, ob die punkige Ausreißerin, die toughe Detektivin, die ernste Soccer Mom, die nerdige Wissenschaftlerin. Jede einzelne Rolle nimmt man ihr 100% ab.
Auch die Nebencharaktere sind gut. Der kritische Kommissar Art, der Bruder Felix.
Insgesamt gehören zum regelmäßigen Cast der Serie gerade mal fünf Leute. Das ist ganz schön wenig, repräsentiert aber hervorragend die Stärke der Show. Weil (vermutlich) kein Geld für Spezialeffekte und explodierende Autos vorhanden ist, konzentriert man sich lieber auf tiefgründige, vielschichtige Charaktere. Und das klappt.

Die Prämisse passt da auch hervorragend ins Bild: Stück für Stück entfaltet sich die Geschichte um die Gleichheit der verschiedenen Figuren. Spoiler: Dabei ist die Prämisse nicht neu (zumindest auf dem Stand, auf dem ich bin): Klone, die das Leben Normaler leben, gab es schon in vielen Filmen (und Serien?). »Orphan Black« weiß aber trotzdem, die Geschichte spannend zu erzählen und nutzt den Rahmen der TV-Serie hervorragend, die Geschichte stückchenweise zu enthüllen.

»Orphan Black« ist keine High-Profile-Serie a la »Terra Nova«, deren Pilotfolge mehrere Millionen Euro kostet. »Orphan Black« lebt davon, dass sie genau das nicht ist. Kluge, unpompöse Geschichten, hervorragende Schauspieler.
Anschauen!

→ »Orphan Black« bei TVRage und in der Wikipedia
Trailer
→ Metacritic-Score: 72

Ein Gedanke zu “Orphan Black (2)

Kommentare sind geschlossen.

CyberChimps