Rectify

Rectify»Rectify« (richtig stellen) handelt von Daniel Holden, einem Todestrakt-Insassen, seit er als Teenager wegen der Vergewaltigung und Ermordung seiner 16-jährigen Freundin verurteilt wurde. Eine neue Untersuchung von DNA-Beweisen lässt allerdings Zweifel an seiner Schuldigkeit aufkommen. So sehr, dass er schließlich frei gelassen wird.
Und so kommt Daniel, nach 19 Jahren Einzelhaft in sterilen, weißen Wänden wieder auf freien Fuß. Und muss sich mit der neuen Welt, der neuen und alten Familie arrangieren. Immer noch ist er für viele Hauptverdächtiger und nur wegen eines vermeintlichen Gesetzesversagens auf freien Fuß.

»Rectify« ist die erste eigene Produktion des kleinen, zum AMC-Network gehörenden Sundance-Channels. Der Name Sundance steht in den USA normalerweise für das so betitelte Indie-Film-Festival. Und »Rectify« passt wunderbar auf einen Sender, der mit dem Festival verbandelt ist.
Die ganze Show schreit nach Indie. Charakter-zentriert, lange Close-ups, seltsame, stille Momente, langsame Kamerafahrten. Die Abwesenheit von Action, offensichtlichem Drama. Alles ist ruhig und persönlich. Jeder Szene sorgfältig inszeniert und orchestriert.

Die Prämisse von »Rectify« ist spannend, die Schauspieler super, die Umsetzung ok. Das einzige, was die Show für mich etwas trübt, ist das langsame Erzähltempo.
Wenn ihr generell allerdings gerne Indie-Filme schaut, sollten die sechs Folgen der ersten Staffel »Rectify« für euch gefundenes Fressen sein. Eine interessante Show ist’s alle Male.

→ »Rectify« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 81

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