Scream

screamGerade noch ein heimlich aufgenommenes Video zweier Schulkameradinnen online gepostet, kommt Nina nach Hause. Musik angemacht1 und kurz in den Pool. Allerdings war’s das dann auch für Nina. Aus dem Pool kommt sie nämlich nicht wieder raus – sie wird vom Ghostface-Killer umgebracht.
Am nächsten Tag ist das kleine Städtchen Lakewood nicht mehr so einsam wie es vorher war: Könnte es sein, dass der maskierte Mörder von vor zwanzig Jahren, Brandon James, zurück ist? Aber wie sollte das möglich sein, James ist doch getötet worden? Während die Highschooler noch irgendwo zwischen Trauer und nächster Intrige hängen, dauert es nicht lange, bis Ghostface 2.0 sein neues Opfer findet…

Ja, ihr lest richtig: Es gibt eine »Scream«-TV-Serie. Auf MTV. Und sie großartiger, bescheuerter Spaß.

Die Serie ist gleichzeitig Remake, aber auch Hommage und Parodie des fast zwanzig Jahre alten »Scream«-Films, der ja selbst auch Hommage und Parodie vergangener Slasher-Horror-Flicks war. Die Serie inkorporiert mit Brandon James die Original-Filme und referenziert sie damit und mit vielen klassischen Horror-Situationen – außerdem ist sie zaunpfahlironisch, wenn sie einen Hauptcharakter das Slasher-Genre als TV-Serie hinterfragen und erklären lässt. Über alle Klassikreferenzen hinaus ist »Scream« ein vollständiges Update. Anstelle klingelnder Wandtelefone in der Küche2 werden hier Instant-Message-Nachrichten auf dem Handy benutzt, um das Opfer vor die Tür zu locken. Und auch die Themen (insb. Cyber Bullying) sind modernisiert.

Was bleibt ist eine Serie voller bescheuerter Schreck-Momente, in denen der Reihe nach die Darstellerriege getötet wird als wäre das so üblich zwischen zwölf und Mittag. Eben genauso wie diese Filme aus unserer Jugend, nur jetzt mit mehr Handy.
Ich fand’s großartig. Bescheuert, billig und blöd. Aber großartig.

→ »Scream« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Tomatometer: 42 %, Metacritic-Score: 57


  1. MTV, wisster? 

  2. Die es natürlich trotzdem gibt. 

CyberChimps