Sleepy Hollow

Sleepy Hollow1781. Unser Protagonist, Ichabod Crane, ist Kämpfer in der Armee von George Washington. Das allerdings nicht allzu lange, denn bald stirbt Ichabod. Zuvor hat er aber noch eine seltsame Begegnung: Der gegnerische Reiter, dem er just den Kopf abschlägt, steht danach wieder auf. Ein Untoter.
Zeitsprung. 2013. Ichabod erwacht aus seinem Grab. Unbekannte Kräfte haben ihn wiederauferstehen lassen.1 In der modernen Welt fühlt er sich etwas verloren. Autos. Straßen. Soviel hat sich geändert. Zusammen mit Ichabod ist allerdings auch der kopflose Reiter auferstanden, der so gleich da weiter macht, wo er aufgehört hat: Mord und Totschlag. Bald darf der lokale Sheriff dran glauben und seine junge Assistentin Abbie übernimmt die übernatürlichen Ermittlungen. Ichabod ist plötzlich mitten drin in der Untersuchung — und, obwohl er fast vom gesamten Polizeiapparat für Verrückt gehalten wird, fahndet mit Abbie zusammen nach dem Kopflosen.

»Sleepy Hollow« ist die moderne Wiederbelebung der klassischen Irving-Sage von Sleepy Hollow. Ichabod Crane darf im Jetzt zusammen mit der Polizei den gespenstigen kopflosen Reiter jagen und die Welt vor Schlimmerem, vermutlich dem Untergang, der Apokalypse, oder beidem, retten.

Mir hat »Sleepy Hollow« ganz gut gefallen.
Die Schauspieler sind ordentlich. Interessanter weise ist die weibliche Hauptrolle relativ unbekannt besetzt, während man für die Nebencharaktere mitunter bekanntere Gesichter gewählt hat. Trotzdem: Alle machen ihren Job gut.
Ebenso die Geschichte: Die Pilotepisode führt weder überhastet noch zu langwierig in die untergründige Ausgangssituation ein. Mit der Ausbreitung des Apokalypsen-Mysteriums lässt sie auch erkennen, was das übergeordnete Thema der Serie ist und wo die Fahrt hingehen wird. Denn selbst, wenn bald der Kopflose geflockt durch das Stargate jenseits der Eiswand getötet werden sollte, »Sleepy Hollow« legt die Grundlage für ein langfristiges, Horror-eskes Szenario. Beim Brechen des Spiegels habe ich mich sogar kurz ein klein bisschen erschreckt.
Die Produktionsqualität ist auch herauszustellen. Die ist erstaunlich hoch. Die Bilder fühlen sich mit teurem Equipment aufgenommen an, die Beleuchtung kreiert Kino-atmosphärige Szenen.

Das einzige, was mich ein bisschen stört, gleichzeitig aber auch irgendwie… interssant ist: Die Verwebung von Polizei-Drama und Fantasy-Erzählung. Da wird in einem Moment völlig normal ermittelt, aber dann schaut man auf den langhaarigen Wiederbelebten und stellt fest, dass es um einen kopflosen Reiter geht der selbst die magischen Ketten des Urzeitpriesters sprengt.2 Das ist ein hin und her zwischen Realität und Fiktion, an das ich mich erst gewöhnen muss.

Aber mir gefällt »Sleepy Hollow«. Besser, als ich vorher gedacht hatte.

→ »Sleepy Hollow« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 67, Tomatometer: 75%


  1. JESUS! 

  2. Und wer erst die magischen Ketten des Urzeitpriesters sprengt! 

Ein Gedanke zu “Sleepy Hollow

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CyberChimps