Newshows Check-up #12

Newshows Check-up

Da sind wir wieder, der Podcast hat ein bisschen Pause gemacht, aber die May Sweeps haben uns von der Couch gelockt1, um miteinander und mit euch zu reden. Mit dabei: die traurigste Cancellation (Stichwort: #5seasonsandnomovie), eine marvelous Verlängerung und nicht zuletzt eine Bonusrunde mit unserer Lieblingsserie, ihr wisst schon…

Und damit ihr euch überraschen lasst, verraten wir euch dieses Mal nicht2 im Vorhin alle Serien, über die wir gesprochen haben. Viel Spaß!

(Diesmal übrigens mit voll passabler Hangout-Qualität – aber wer’s trotzdem nicht erträgt: Die Audioversion!)


  1. Na ja, Caro sitzt für ihren Podcast ja auf der Couch, stimmt also nicht ganz… 

  2. Außer, ihr seid klug und könnt Tags lesen… 

Newshows Check-up #8

Newshows Check-up
In der achten Folge unseres Podcasts erfüllen wir Zuschauerwünsche und proben den Joss-Whedon-Fangirl-Gesang. Außerdem vergessen wir die Zeit.
Wir werden immer besser, unsere Hangout-Qualität leider immer katastrophaler. Bitte nehmt doch gleich die Audioversion; zu der kann man auch super Sport machen, ließen wir uns sagen:

Wollt ihr es euch dennoch antun, uns anzugucken, dann ist hier das Video:

Links:

Zuschauerpost

Zuschauer haben wir auch: @julianwki guckte diese Folge am Dienstagabend live

Zuschauer haben wir auch: @julianwki guckte diese Folge am Dienstagabend live (Foto: CC NY)


  1. Bevor ihr meckert, dass wir ’nen Sprung in der Platte haben – über „The Good Wife“ kann man sogar 100.000 Mal sprechen! 

Agents of S.H.I.E.L.D.

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Nicht zu Unrecht hat der gute Andi sich diese Woche gewundert, dass ich als Whedon-Fangirl nicht sofort den Piloten von „Agents of S.H.I.E.L.D.“ geschaut und für die Nachwelt seziert habe. Zu meiner Verteidigung: Ich hatte zuviel um die Ohren und musste/wollte/sollte zunächst endlich „The Avengers“ gucken, den Kinovorgänger von Joss Whedons neuem Fernsehstück. Dass ich den bisher noch nicht gesehen hatte… nun ja, dafür gibt es keine Entschuldigung ;)

Jetzt aber! Worum’s geht: eine Einheit der Superschlauen und -taffen auf der Suche nach Superhelden und -monstern. „S.H.I.E.L.D.“ hat erst einmal alles, was theoretisch einen guten Whedon ausmacht: einen soliden Cast, dessen herausragende Chemie sich in bester Whedon-Manier nach Wochen bzw. Monaten entfalten könnte; Außenseiter, Draufgänger und noch ein paar andere Klischeefiguren, aber allesamt liebevoll gezeichnet, die im weiteren Verlauf der Staffel zusammenwachsen werden; einen Mix aus Heldenepos und Menschlichkeit; inmitten von Drama und Action immer wieder Comic Relief und Momente zum laut Mitlachen.

Die Pilotepisode an sich ist gut, aber sicher nicht so herausragend wie Hype und Geheimniskrämerei erwarten ließen. Dass das Glas bei mir trotzdem halbvoll ist, mag an meinem Vertrauen in all things Whedon liegen. Es wird mich auf jeden Fall wieder einschalten lassen. (Ich kann mich nicht entsinnen, dass mich eine seiner Serien ab der ersten Stunde so begeistert hätte wie sie das heute rückblickend tun.) Wie das für Marvel-Fans ist, vermag ich nicht zu beurteilen; dass die Serie (wie der Film „The Avengers“) klassischen Comic-Stoff aufgreift, ist mir ziemlich egal, solange das Ergebnis gut wird.

Meine größere Sorge ist dann schon, dass „Agents of S.H.I.E.L.D.“ zu geleckt und zu wenig blutender Malcolm Reynolds werden könnte. Logisch, dass nach einem Kinoblockbuster kein kleines Independent-TV-Stück entsteht und entstehen kann, das Fangirl in mir freut sich für Joss Whedon und seinen Erfolg. Aber die Hochglanzoptik irritiert mich doch ein wenig, sie erinnert zu sehr an das schrecklich schief gegangene „Dollhouse“ und zu wenig an die frühen, Prä-CGI-Tage von „Buffy“…

So, Andi, happy?

→ „Agents of S.H.I.E.L.D.“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 74, Tomatometer: 86%

Agents of S.H.I.E.L.D.

Agents of S.H.I.E.L.D.Der Kampf von New York ist vorbei. Die Aliens zurückgeschlagen. Dank Iron Man, Captain America, Thor und dem Rest der Gang darf die Menschheit auch noch den morgigen Tag erleben. Während es für die Avengers zurück zum täglichen Superheldendasein geht, startet der wiederauferstandene Agent Paulson damit, eine Spezialagenten-Truppe aufzubauen. Im Namen von S.H.I.E.L.D. stellt er begabte Spezialisten unterschiedlichster Bereiche zusammen um gemeinsam die merkwürdigen Fälle zu ermitteln, die nach dem Besuch der Außerirdischen eben so aufkommen.
Dabei offenbart direkt der erste Fall, ein hitzköpfiger Vater, der dank Alientechnik zum Superheldchen wird, dass die Agenten von S.H.I.E.L.D. gegen größere Bösewichte ermittelt, als den Gelegenheitsalienkriminellen.

He’s back! Joss Whedon, Macher von »Buffy«, »Firefly« und »Dollhouse« ist nach seinem Riesenerfolg im Kino (»The Avengers«) zurück im Fernsehen. Vielleicht (hoffentlich!) wird euch Caro als alte Whedon-Fangirl bald erzählen, warum das prinzipiell so toll ist.
Und dann macht Joss Whedon, von Disney auserkoren, das Marvel-Franchise zu koordinieren, ausgerechnet noch eine Comic-basierte Superhelden-Serie – wo er doch bei »The Avengers« gezeigt hat, dass er großes Budget samt teurer Effekte und vorentwickelten Charakteren trotzdem whedonesque arrangieren kann.
Nicht umsonst war »Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.« auf Platz eins der von mir am meisten erwarteten Shows in diesem Herbst.

Genug der inhaltlossen Vorschusslorbeerei. Kommen wir endlich mal zum Punkt. Taugt denn jetzt »Agents of S.H.I.E.L.D.« was?
Ja!

Wie das mit Erwartungen so ist: Die Serie ist nicht die großartige Offenbarung, die ich mir vorher unter ihr vorgestellt hatte. Das klappt ja eh nie.
Trotzdem ist AoS1 ganz hervorragend. Ein fetter Neustart, mit, zu Recht, 12 Millionen Pilotzuschauern.2

Altbekannt vereinen Joss Whedon und Autorenteam gespitzte Dialoge mit viel Comic Relief. Es gibt interessante Charaktere, von denen man weiß, dass man bisher nur an deren Oberfläche gekratzt hat. Ebenso gibt es einen Haufen Andeutungen über die hintergründigen, episodenübergreifenden Geschichten, die uns in dieser Staffel jede Woche auf’s Neue den Mittwoch herbei sehnen werden. Die Schauspieler sind auch alle hervorragend gefunden und bilden ein erstaunlich heterogenes3 Team.

Hier und da gibt’s dann eben doch noch ein paar Schwächen: Manchmal wirkt alles ein bisschen zu sehr zufällig zusammengewürfelt. Manchmal könnten die Dialoge doch etwas cleverer sein. Manchmal sehen die Spezialeffekte nicht so gut aus, wie wir aus dem Kino verwöhnt sind.
Aber ich verzeihe das der Serie sofort: Schließlich weiß ich, dass Joss Whedon aus einer guten Show sehr schnell eine großartige entwickeln kann. Das hat er schon bewiesen.

»Agents of S.H.I.E.L.D« hat neben einem schwer zu tippenden Namen4 viel, viel Potenzial. Die Comic-Basis der Geschichten ist solide, die Schauspieler super, das Macher-Team legendär.
Ich freue mich auf das Serienhalbjahr. Und bin froh, dass meine meisterwartete Show 2013 ausnahmsweise mal kein Reinfall war5.

→ »Agents of S.H.I.E.L.D.« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 74, Tomatometer: 85%
Nach der Pilotepisode solltet ihr diesen Wired-Artikel lesen. Da gibt’s ein paar Vermutungen, was uns diese Staffel erwartet.
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  1. Ist das ’ne vernünftige Abkürzung? 

  2. Ja. Das ist viel. 

  3. Ich wollte schon immer einmal heterogen in einem Review benutzen. Das klingt so kluk. 

  4. Ihr solltet das mal sieben mal in einem Text probieren! 

  5. 2012: Revolution; 2011: Alcatraz; 2010: The Event; 2009: FlashForward. Scheiß Statistik, was? 

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