Newshows Check-up #12

Newshows Check-up

Da sind wir wieder, der Podcast hat ein bisschen Pause gemacht, aber die May Sweeps haben uns von der Couch gelockt1, um miteinander und mit euch zu reden. Mit dabei: die traurigste Cancellation (Stichwort: #5seasonsandnomovie), eine marvelous Verlängerung und nicht zuletzt eine Bonusrunde mit unserer Lieblingsserie, ihr wisst schon…

Und damit ihr euch überraschen lasst, verraten wir euch dieses Mal nicht2 im Vorhin alle Serien, über die wir gesprochen haben. Viel Spaß!

(Diesmal übrigens mit voll passabler Hangout-Qualität – aber wer’s trotzdem nicht erträgt: Die Audioversion!)


  1. Na ja, Caro sitzt für ihren Podcast ja auf der Couch, stimmt also nicht ganz… 

  2. Außer, ihr seid klug und könnt Tags lesen… 

Newshows.de-Blogparade: 2013 in Serienkrams

Das (Serien)Jahr neigt sich gen Ende und auch wenn wir in unserem Podcast in den letzten Monaten immer viel über gute und schlechte Serien gesprochen haben, lassen wir uns die Gelegenheit nicht nehmen, noch mal mit Stil und ohne Tonprobleme auf das Jahr zurückzublicken.
Welche Serien waren besonders gut, welche brauchen dringend eine Überarbeitung? Andi und ich haben dabei die Fragen übrigens separat voneinander beantwortet – dass wir so oft das Gleiche sagen, ist wohl ein Zeichen dafür, dass wir zuviel gepodastet haben…

Dies ist eine Blogparade, das heißt alle, die möchten, sind aufgefordert, sich die Fragen zu schnappen, ggf. zu erweitern und einen eigenen Rückblick auf das Serienjahr 2013 zu posten. Backlink auf unseren Beitrag nicht vergessen, wir sammeln dann an dieser Stelle weiter unten alle Artikel, die bis 5. Januar eingehen. Viel Spaß!

Achtung: Genereller Spoileralarm in diesem Beitrag.

Was war für dich die Serien-Überraschung des Jahres?

Andi: »The Americans«. Hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Aber fand ich toll. Auch, wegen der »Based on Actual Events«-igkeit. Außerdem überraschend: »Orphan Black« und »Orange is the New Black«. Und irgendwie »The Bridge (US)«.
Caro: Mit Abstand „Orphan Black“

Welche alte Serie hat dich 2013 besonders überzeugt?

Andi: »The Good Wife«. Weil die Serie, immer noch, alles richtig gemacht und furchtbar toll anzusehen ist. 2013 kam dann ein weiterer Aspekt der Tollheit hinzu: »The Good Wife« scheut sich nicht davor, tiefsitzende und konsequenzenreiche Veränderungen zu machen. Hach. <3
Caro: Wer unsere Podcasts hört, kennt meine Antwort(en) hierauf sicher schon: „The Good Wife“, dicht gefolgt von „Person of Interest“

Welche neue oder alte Serie war für dich der Flop des Jahres?

Andi: Vermutlich »Dads«? Aber da war die Erwartung schon ordentlich runtergeschraubt, bevor’s überhaupt los ging. »Sean Saves the World« war auch äußerst schlecht. Etwas mehr erhofft hatte ich mir von »Lucky 7«, weil mir die Prämisse und die assoziierten Namen gefielen. Von den alten Serien habe ich, wiedermal, »American Horror Story« abgesetzt. Wie auch in Staffel zwei fing’s toll an, wurde dann aber viel zu schnell viel zu langweilig und abgedreht.
Caro: An die neuen Serien hatte ich weitestgehend keine Erwartungen, die hätten enttäuscht werden können. „Hart of Dixie“ fand ich in der neuen Season bislang sehr, sehr langweilig und sehr, sehr albern. Aber ich habe Hoffnung für den zweiten Teil der Staffel.

Worüber hat dein innerer Serienjunkie 2013 richtig laut gelacht?

Andi: Der »Ring Bear« von »How I Met Your Mother«. Jedes Mal. Außerdem: Vieles bei »Brooklyn Nine-Nine«.
Caro: Über all die Schnippsel, wann immer einer der Charaktere von „Parks & Recreation“ in die Kamera guckt und ohne Worte so viel sagt.

Was hat dich besonders schockiert?

Andi: Dass »Dads« nur so halb und knapp abgesetzt wurde. Ich kann nicht verstehen, wie man sowas ausstrahlen kann.
Caro: Das Ende von Tara Knowles in „Sons of Anarchy“. Nicht so sehr, dass sie gehen musste, aber wie.

…und was besonders überrascht?

Andi: Dass mir der »The Mentalist 2.0« bisher ganz toll gefällt. Weil das aber auch erst zwei Folgen sind: Wie nach interessanter Prämisse, »Under the Dome« ziemlich schnell langweilig wurde.
Caro: Der Gamechanger in „Once Upon a Time“. Zum zweiten Mal innerhalb von dreieinhalb Staffeln erfindet sich die Serie einfach mal komplett neu, den Mut muss man erst mal haben!

…und welche Storyline besonders bescheuert?

Andi: Alles bei der letzten Staffel »Arrested Development«. Allerdings ein positives bescheuert, natürlich. Negativ bescheuert ist »True Blood«, die von Staffel zu Staffel bescheuerter wird.
Caro: Das Drama mit Maggies Haaren in „The Newsroom“, das zwar erklärt wurde, aber doch nur wirkte, als wollten sie es uns leicht machen, die Timelines auseinander zu halten.

Welcher Darsteller und welche Darstellerin hat 2013 besonders gerockt?

Andi: Keine Frage: Tatiana Maslany in »Orphan Black«. Wenn ihr jemals dachtet: »Hey, der Schauspieler da spielt den Zwilling seines Standardcharakters aber toll«, dann habt ihr vermutlich noch nicht Maslanys Hauptcharaktere in »Orphan Black« gesehen. Ja, sogar noch besser als die verschiedenen Versionen Anna Torvs *livia in »Fringe«.1
Caro: Zwei Worte: Tatiana. Maslany. Einfach nur wow! (Bonuserwähnung für Julianna Margulies und Josh Charles, die das Hin und Her zwischen Lieben und Hassen in „The Good Wife“ mit so vielen Nuancen gespielt haben, toll!)

Wer hat 2013 vorherige Rollen vergessen gemacht hat?

Andi: Lizzy Caplan hat in »Masters of Sex« endlich die Bühne bekommen, die sie verdient. Und tatsächlich sehe ich Jesse Spencer immer weniger in seiner »House M.D.«-Rolle (das war auch schon vom Beginn »Chicago Fire«s wenig).
Caro: Jesse Spencer ist jetzt Lt. Casey in „Chicago Fire„, seine Rolle in „House“ ist vergessen. Hätte ich nicht gedacht, dass ihm das gelingt. Aber dann wiederum habe ich ja auch lange „Chicago Fire“ unterschätzt.

Unwichtigster Charakter einer Serie?

Andi: Laurel aus »Arrow« nervt. Die könnte gut und gerne rausgeschrieben werden. Aber vermutlich braucht es einen tiefverletzten Liebeseckpunkt im The-CW-Universum.
Caro: Der Neuankömmling mit dem Alkoholproblem in „The Walking Dead“, gefolgt von Matt in „Vampire Diaries“, dem sie auch diese Season wieder keine wirklich bedeutsame Storyline gegeben haben.

Bei welcher Serie sollte man unbedingt genauer auf den Soundtrack achten?

Andi: »Treme«. Weil die Musik Teil der Geschichte ist. Sonst: Siehe nächste Kategorie.
Caro: „Sons of Anarchy“ hat großartige musikalische Momente, „The Carrie Diaries“ macht wegen des Achtziger-Jahre-Soundtracks einfach Spaß, aber umgehauen hat mich musikalisch in diesem Jahr vor allem eine Szene aus „Person of Interest“.

Welche Serie hat die beste Kamera- und Szenenarbeit?

Andi: »The Good Wife«!
Caro: Darf ich schon wieder „The Good Wife“ nennen? Ja? Dann: „The Good Wife“!

Welche Serie konntest du auch 2013 nicht absetzen, obwohl sich alle deiner Körperteile gegen sie wehren?

Andi: »The Big Bang Theory«. Mich stört alles an der Show, trotzdem schaue ich immer weiter.
Caro: „Revenge“. Der Racheplan von Emily Thorne zieht sich inzwischen wie Kaugummi, aber nach ein paar Wochen Pause habe ich dann doch wieder angefangen.

Stell dir vor, du bist Showrunner einer aktuell laufenden Serie und bekommst die Order, die Serie in eine völlig andere Richtung weiterzuführen. Welche Serie passt du wie an?

Andi: Ich wünsche mir ja, generell, mehr Crossovers! Castle löst einen Mordfall und zufällig steht der Hauptverdächtige auf Reddingtons Blacklist. Der wird dann gefasst, gemeinsam mit der tollpatschigen Hilfe des 99. Reviers aus Brooklyn. Es stellt sich allerdings heraus, dass er nur eine Marionette eines viel psychopathischeren Verbrechers war, den nur Patrick Jane geniereich fängt. Vor Gericht muss dann Alicia Florrick den Verbrecher verteidigen. Zählt das als Anpassung? Alternativ: The Newsroom geht bankrott. Will McAvoy nimmt sich vor, endlich aktiv zu werden in der Politik. Die Republikaner dahin zu führen, wo sie sein sollten. Er nimmt ein paar seiner Newsroom-Kollegen mit.
Caro: Wenn ich die finale Staffel „Mad Men“ übernähme, würde ich Don Draper zum arbeitslosen Hausmann degradieren, dessen Ehefrau (wer auch immer das gerade ist, ich persönlich hab die Serie abgesetzt) nun das Geld verdient und der seine kreative Energie mit Origamikunst ausleben würde. Würde niemand gucken wollen, aber geschähe der Figur nur Recht.

Was wünschst du dir vom Serienjahr 2014?

Andi: Serien, die auch die Details vernünftig hinkriegen und den Zuschauer nicht für dumm verkaufen. Serien, die sich was trauen und aus den üblichen Konzepten rausbrechen. Science Fictions!
Caro: Ein zufriedenstellendes Serienfinale von „Sons of Anarchy“, in dem Jax die Wahrheit erfährt und Gemma erwürgt. Oder so ähnlich.

Blogparadler

Folgende Blogger haben schon bei unserer Blogparade mitgemacht. Husch, husch, du willst doch auch…!


  1. Ich werde in Zukunft allerdings abstreiten, zu irgendeinem Zeitpunkt gesagt zu haben, »Fringe« sei nicht das beste in welcher Kategorie auch immer. 

Newshows Check-up #5

Newshows Check-up
Eine neue Folge Podcasterei deluxe ist da. Wir sprachen dieses Mal unter anderem über die Schizophrenie von „Homeland“1, unser Vertrauen in „The Good Wife“2 und lachten uns gemeinsam über die neue Comedy-Serie „Brooklyn Nine-Nine“ schlapp.

Unterm Video findet ihr wie gewohnt Zeitmarken der einzelnen Serien samt Links zu den Reviews. Die Audio-Version gibt’s in Mp3 (auch, wie immer, am Ende des Beitrags) und natürlich im Podcast-Feed.

Viel Vergnügen!

This week on Newshows Check-up:

Und sonst so? Wie war’s? Mal von der grausamen, artefaktverseuchten Übertragungsqualität auf Caros Seite abgesehen4? Wovon wollt ihr mehr, worauf könnt ihr verzichten? Und warum sah das eigentlich so komisch aus dieses Mal5?


  1. Ein Stilmittel? 

  2. Inklusive einer spannenden Theorie von Andi. 

  3. /deutsche! Das ZDF hat mitproduziert. 

  4. Sorry dafür. 

  5. Ernsthaft: Hat jemand eine Ahnung, was Google+ da gemacht hat? 

Brooklyn Nine-Nine

Brooklyn Nine-NineBisher war das Leben für Detective Jake Peralta ziemlich relaxt. Feuerlöscher-Drehstuhl-Rennen, Melonentasern, Papierkram verschludern; im Hoodie ermitteln. Der Captain hat ihn machen lassen. Schließlich sind Peraltas Aufklärungsraten unangefochten hoch.
Aber die guten Zeiten sind vorbei. Ray Holt ist neuer Leiter der Wache. Und Captain Holt ist alles andere als locker drauf.
Paralta muss von nun an Krawatte tragen, Papierkram zeitig erledigen und die Feuerlöscher in Ruhe lassen. Was er zwar macht, aber nicht, ohne den Captain bei jeder sich bietenden Gelegenheit eins auszuwischen.

Andy Samberg, ehemaliger Star von Saturday Night Live, spielt die jugendliche Hauptrolle in »Brooklyn Nine-Nine«. Seinen strengen Gegenpart spielt Andre Braugher, der das Kostüm aus »Last Resort« vom letzten Jahr direkt anbehalten kann.

Mir gefällt die Serie erstaunlich gut — sogar besser als Caro. Für mich ist »Brooklyn Nine-Nine« einer der besten Neustarts dieser Saison.1
Wann hatten wir die letzte ernstzunehmende Polizei-Comedy? Ich erinnere mich nicht. Hier bei »Brooklyn Nine-Nine« treffen mit Samberg und Braugher zwei hervorragende Schauspieler aufeinander, die ganz wunderbar die Gegensätze ihrer Charaktere spielen. Für mich stimmt die Chemie2 vom Beginn.
Die meisten der völlig überalberten Witze finde ich toll. Ich sagte das im letzten Beitrag zu »The Crazy Ones« schon: Ich bin großer Freund von Rumalberei — solange das eben passt, kreativ und nicht blöd ist. Und bei 99 passt’s.

Die ermittelten Kriminalfälle sind solide und passen ins alberne Bild (gnihihi, Penen3 auf Autos!). Die Geschichten um die völlig überzogenen Nebencharaktere sind, natürlich, ebenfalls völlig überzogen. Passt also ebenfalls.
»Brooklyn Nine-Nine« ist eine erfrischende Comedy mit starken Hauptdarstellern und albernem Drehbuch. Gefällt mir, muss man aber mögen, glaube ich.

→ »Brooklyn Nine-Nine« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 69, Tomatometer: 89%
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  1. Sternchen: Nach zwei Folgen. 

  2. Zumindest zwischen den beiden. 

  3. FYI: Penen, plural von Penis. 

Brooklyn Nine-Nine

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Ray Holt, der neue Captain (Andre Braugher) im äußersten Bezirk von Brooklyn, New York, hat’s mit den Regeln und will in seinem Team aufräumen. Denn das ist zwar verdammt kompetent, aber vor allem Detective Jake Peralta (Andy Samberg) leider auch ein riesiges Kind, das es eben nicht so mit den Regeln hat. „The only puzzle he hasn’t solved, is how to grow up“, kommentiert einer der Kollegen süffisant. Und tatsächlich: Selbst als Peralta endlich dem Wunsch des neuen Captain folgt und eine Krawatte umbindet, kommt er nicht ohne Frotzeleien aus – und hat, um den förmlichen Look auszugleichen, untenrum nur eine Badehose an.

„Brooklyn Nine-Nine“, Fox‘ neue Polizei-Comedy in diesem Herbst, ist sicher kein Brüller von der ersten Minute an, hat aber starke Laughing-Out-Loud-Momente, das Potential zahlreicher Spoofs beliebter Crime Procedurals und obendrein ein auf Anhieb überzeugendes Gespann vor allem aus Samberg und Braugher. Ein Blick hinter die Kameras, wo der Schöpfer und der Produzent von „Parks & Recreation“ am Steuer sind, verspricht vieles. Dieses Juwel habe ich auch erst nach langem Zögern – in diesem Sommer-Hiatus – für mich entdeckt; und „Parks & Recreation“ ist auch so eine Serie, deren vollständiger Charme sich erst dann erschließt, wenn man den Cast eine Weile hat miteinander agieren sehen. Das warte ich bei „Brooklyn Nine-Nine“ ab und bleibe deshalb fürs Erste dran.

→ „Brooklyn Nine-Nine“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 70, Tomatometer: 92%

CyberChimps