Limitless

LimitlessBrian Finch ist 28 Jahre alt. Aber hat irgendwie verpasst, Erwachsen zu werden. Sein großer Durchbruch sollte seine Band werden. Aber mittlerweile spielt er alleine in leeren Clubs. Wenn er abends mit Eltern und Geschwistern am Esstisch sitzt, wird ihm klar, dass er nichts vorzuzeigen hat. Sein Leben ist mittelmäßig. Bestenfalls. Sein aktueller Aushilfsjob bringt ihn zu einer Finanzfirma, bei der er zufällig einen alten Bekannten trifft. Der hilft ihm mit einer kleinen Pille: NZT. Eine Droge, die Brian 100 % seines Gehirns ausnutzen lässt. Und High-auf-NZT-Brian ist ein ziemlich cleverer Fuchs. Er bringt seinen Aushilfsjob in Windeseile zu Ende und gräbt sich in die mysteriöse Krankheit seines Vaters ein. Schnell wird der NZT-Drogenboss schlechthin, Senator Morra, auf ihn aufmerksam. Nur mit dessen Hilfe kann Brian die Nebenwirkungen von NZT unterdrücken und weiter großartig auf NZT sein. Brian muss allerdings stillschweigen bewahren. Schwierig, da er, nach kurzem Mordverdachtsintermezzo, vom FBI zum NZT-Versuchskaninchen auserkoren wird und in Zukunft mit seiner Partnerin Rebecca Harris komplizierte Mordfälle löst.

NZT? 100 % Gehirnfähigkeit? Kommt bekannt vor? Korrekt: Limitless ist die Serie zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 20111. 2011 spielte Bradley Cooper die Hauptrolle, jetzt tut es Jake McDorman, den man aus »Greek«, »Shameless (US)« oder »Manhattan Love Story« kennen könnte. Bradley Cooper spielt seinen Charakter aus dem Film in Gastrollen; die Serie erzählt die Geschichte des Films weiter – aus der Sicht des NZT-Patrick-Jane Brian Finch. Und das klappt erstaunlich gut. Ich hatte damit gerechnet, dass die Film-Adaption ein langweiliger Abklatsch ist; eben so, wie es allzu häufig der Fall ist. Aber »Limitless«, also die Serie, funktioniert ganz hervorragend. Und das nicht zuletzt dank des Hauptdarstellers. Jake McDorman macht sein Ding nämlich ganz vorzüglich und porträtiert den verspielten Finch, als habe er nie etwas anderes gemacht.2 Jennifer Carpenter sieht auch gut aus in einer Rolle, bei der das Vokabular nicht ausschließlich aus »Fuck« und Consorten besteht.

Warum ich aber über »Limitless« schreibe, obwohl die Serie schon über die Hälfte der bestellten Episoden ausgestrahlten hat? Weil, nach kurzer Selbstfindungsphase in den ersten Folgen, die Form der Show so furchtbar toll ist. Die Serie ist, mehr oder weniger, aus der Ich-Perspektive des Hauptcharakters erzählt. Und weil der, wie eingangs erwähnt, einen verspielten Geist hat, sind auch die Episoden von »Limitless« mit tollen Gimmicks gespickt. Beispiel? In einer Folge ist in Finchs Hirn ein Kinder-Fernseh-Charakter zu Gast; also darf Finch keine bösen Worte aussprechen. Dementsprechend dreht sich die Folge um einen Serienumarmer, von dem sämtliche Charaktere bierernst sprechen (Ich-Perspektive!). Toll!

»Limitless« ist ein Krimi der etwas anderen Art, füllt bei mir zum Teil die The-Mentalist-Lücke und hat dank verspieltem Team hinter der Kamera immer etwas besonders zu bieten.
Schaut das!

→ »Limitless« in der Wikipedia (US)
Trailer
→ Tomatometer: 59 %, Metacritic-Score: 57
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  1. Der übrigens eine Buchadaption war. 

  2. Lustiger weise ist McDroman’s Finch eine Art Kreuzung aus »Greeks« Cappie und Evan. 

Zoo

Zoo auf CBS
Was wäre, wenn die Tiere dieser Welt die Kontrolle über ihr Leben und den Planeten zurückerobern? Die CBS-Sommerserie „Zoo“ zeichnet – basierend auf einer Romanvorlage – ein Bild von eben diesem Szenario: In aller Welt beginnen Tiere, sich abnormal zu verhalten. Katzen versammeln sich, Löwen tun sich zusammen und töten alles, was ihnen in den Weg kommt. Eine aktivistische Reporterin in Los Angeles (Kristen Connolly) und ein Zoologe in Botswana (James Wolk) entdecken unabhängig voneinander, dass etwas Merkwürdiges mit den Tieren um sie herum passiert. Schon der Trailer der Serie kündigt an: Die Tiere kommunizieren miteinander und sind darauf aus, den Menschen zu eliminieren.

Puh. Die Prämisse ist so spannend wie bescheuert. Nach der Pilotepisode rangiert „Zoo“ auch irgendwo zwischen beiden Prädikaten: Auf der einen Seite ist die Idee, dass die Tiere die Kontrolle übernehmen, reizvoll. Und rein filmisch sind die zunächst vielen Begegnungen mit Löwen für mein Auge jedenfalls gut gemacht. Doch die ganze erste Folge über habe ich mich gefragt, ob dieser Stoff nicht besser auf Buchseiten und in der eigenen Imagination aufgehoben ist. Es holpert und stelzt, die Figuren verhalten sich irrational und bleiben charakterlos, man wird nicht mit ihnen warm – und sie sind vielleicht auch ein bisschen zu viel Klischee dafür: die Journalistin, die wegen ihres anonymen Blogs als „The Girl With The Genie Tattoo“ gefeuert wird; der Wissenschaftler, der zu viel trinkt und sich wegen privaten Problemen nach Afrika zurückgezogen hat; die französische Touristin, die Damsel in Distress, und so weiter.

Eigentlich gefällt mir die Besetzung, genau wie die Cinematografie. Aber die nächsten ein, zwei Folgen müssten das Storytelling-Ruder schon arg rumreißen, damit ich mir „Zoo“ weiter anschaue.

→ „Zoo“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Tomatometer: 46%, Metacritic-Score: 55

Madam Secretary

Madam Secretary

You don’t just think outside the box, you don’t even know there is a box.

Téa Leoni ist die neue Außenministerin der Vereinigten Staaten, Elizabeth McCord. Nachdem der Vorgänger bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt, rekrutiert Präsident Dalton (Keith Carradine) seine frühere CIA-Angestellte für den Posten, wohlwissend, dass er mit der ehemaligen Spionin nicht die größte Diplomatin, sondern einen sehr eigenwilligen Kopf in sein Kabinett holt. „Madam Secretary“ begleitet diesen eigenwilligen Kopf Woche zu Woche bei dem Versuch, zwischen Diplomatie und ihren speziellen Fertigkeiten zu navigieren.

CBS1 setzt mit seiner neuen Serie einmal mehr auf eine starke Frontfrau. Vergleiche zu großen Vorbildern wie „The West Wing“ liegen nah, wann immer ein fiktiver Stoff sich so nah ans Oval Office heranwagt. Ob „Madam Secretary“ denen gerecht werden kann, sei mal dahin gestellt.

Mir gefällt’s jedenfalls: Téa Leoni spielt eine facettenreiche Figur und ergänzt sich nicht nur mit den Darstellern ihres Staff gut, sondern hat vor allem in Tim Daly („Private Practice“) einen tollen Partner gefunden. Gemeinsam porträtieren sie das Ehepaar McCord, das zwischendurch fast zu gut harmoniert, um authentisch zu wirken. Aber es funktioniert: Das Familiendrama rundet das politische Procedural fein ab, auch wenn ich mir da noch etwas mehr Einblick in den emotionalen Konflikt der Hauptfigur erhoffe. Und dann hat Madam Secretary ab dem Ende der Pilotepisode auch noch eine potentielle Verschwörung auf ihrem Schreibtisch liegen, für eine übergreifende Storyline ist vorerst gesorgt. Ich bin angefixt.

→ „Madam Secretary“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Tomatometer: 67 %, Metacritic-Score: 66
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  1. CBS ist bekanntlich der Sender, auf dem unsere Lieblingsserie „The Good Wife“ läuft – die übrigens in der frisch gestarteten Staffel schon wieder großartig ist. Just sayin‘. 

Scorpion

ScorpionMit seiner Firma Scorpion berät Walter O’Brien großflächig im Bereich Computer. Er selbst ist ein Genie (IQ: 197) und seine Firmenpartner sind das ebenso. Aber so richtig läuft das Geschäft nicht.
Bis eines Tages FBI-Agent Cabe Gallo vor den O’Briens Toren steht. Er möchte das Team anheuern, für eine brenzlige Situation. Das staatsweite Flugkontrollsystem wurde upgedatet, und jetzt ist sämtliche Kommunikation mit Flugzeugen unmöglich. Nach anfänglichem Zögern ist die Verlockung des ausstehenden Geldes groß genug, dass O’Brien und Team Charlie’s den Auftrag annehmen.
Es folgt ein wildes Herumhacken in Flugsicherheitssystemen, schnelle Fahrten mit Autos, Festplatten mit Magneten und eine Netzwerk-Kabel-Übergaben aus dem Fahrwerk einer fliegenden 747. Easy.

»Scorpion« ist eine based on a true story Serie von Alex Kurtzman und Roberto Orci, über die ich bei »Matador« noch Gutes zu berichten hatte. Das ist hier anders.

Die true story, auf der »Scorpion« basiert, ist das Leben von Walter O’Brien. Den gibt’s wirklich. Der ist, vermutlich, wirklich ein Genie und spricht sich selbst die 197 IQ-Punkte zu. Hat sich mit 13 tatsächlich in die NASA gehackt. Und auch dessen Sicherheitsfirma heißt tatsächlich »Scorpion Computer Services«. Wie viel Geld er CBS wohl bezahlt hat, um diese 45-minütige Werbeshow auszustrahlen?
Nungut, bei all dem Zynismus: Eine gute Grundlage bietet diese »hochintelligente Genies retten die Welt«-Geschichte schon.

Aber, meine Güte, muss es direkt eine Netzwerkverbindung von fliegendem Jumbo zu Ferrari sein!? Um io9 zu paraphrasieren: That’s batshit insane. Die ganze Show ist voller peinlicher, action-polierter Momente, die an der Realitätswahrnehmung der Drehbuchautoren zweifeln lässt. Wie kann das Mathegenie einfach so Wahrscheinlichkeitsaussagen über das Gelingen der Unternehmung aus dem Ärmel schütten? Das macht keinen Sinn! Tore fahren hoch, weil das Stromnetz mit 500 kW überlastet wurde? WTF!
Ich kann nur hoffen, dass die Showmacher das genau so wenig ernst meinen, wie die Ausführung zu nehmen ist. Das ist sicherlich eine ironische Darstellung des tagtäglichen Chaos, was uns umgibt. Oder eine bewusst spielerische Übertreibung um dem TV-Einheitsbrei aus NCSI-Krams einen spaßigen Gegenpol zu bieten.1 Sicherlich.

Es ist ja nicht so, als dass die Show sonst, also abseits der batshit insane Story toll wäre. Die Charakter bleiben oberflächlich und übersimpel gestrickt und die Schauspieler haben mich auch nicht überzeugt.
Zwischendurch kriegt man einen flüchtigen Blick darauf, dass die Show versucht, uns das Genie-Sein zu erklären. Das diese Leute zwar hochintelligent sind, aber auch ihre ganz eigenen Dämonen haben. Aber selbst das schafft die Serie nicht vernünftig. Es fehlt an Empathiebereitschaft, weil an keiner Stelle eine Verbindung zu irgendeinem Charakter aufgebaut wird.

Ich weiß ja nicht.

Ich schaue mir die nächste Folge an. Wegen zweier Gründe. Eins: So einen high profile case können sie nicht jede Episode wiederholen. Das muss einfach ruhiger, weniger bescheuert werden. Und dann könnte es ein Blick wert sein. Zwei: Katharine McPhee.

→ »Scorpion« in der Wikipedia und bei TVRage
→ Tomatometer: 36 %, Metacritic-Score: 48
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  1. Und spaßig ist »Scorpion« schon. 

Bad Teacher

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Frisch betrogen und getrennt vom reichen Ehemann will Meredith (Ari Graynor) eigentlich nur eins: den nächsten reichen Ehemann, der sie aushält und es ihr ermöglicht, weiter ihr bequemes Leben zwischen Kosmetik und Nagelsalon zu leben. Und so landet sie mit gefälschtem Lebenslauf als Lehrerin an einer Schule – weniger des Geldes wegen als mehr wegen der geschiedenen, vermögenden Daddys a.k.a. potentieller reicher Ehemänner.

Dem Film „Bad Teacher“ mit Cameron Diaz, der als Grundlage fungiert, konnte ich seinerzeit nichts abgewinnen, die CBS-Comedy hat mir immerhin ein, zwei Lacher in ihrer Pilotepisode beschert. Grundsätzlich möchte ich eine Serie mögen, in der Ryan „Dick Casablancas“ Hansen aus „Veronica Mars“ mitspielt. Neben dem haben noch Sara Gilbert („Roseanne“) und Kristin Davis („Sex and the City“) Hauptrollen. Eigentlich also nicht schlecht besetzt aus Serienjunkie-Sicht.

Und trotzdem hat es noch nicht gefunkt. Das mag an der Golddigger-Prämisse liegen. Es ist zwar ziemlich klar, dass Meredith sich mehr und mehr zur echten Beschützerin der Mädchen an ihrer Schule und weg von der geldhungrigen Trophy Wife entwickeln wird, aber selbst wenn das nur eine halbe Staffel dauert und es ja auch eine komödiantische Überzeichnung ist, will und werde ich meine Zeit nicht auf die Darstellung eines solchen Frauenbildes verwenden.

Sorry, Dick!

→ „Bad Teacher“ in der Wikipedia und bei TVRage

Trailer

→ Metacritic-Score: 51, Tomatometer: 58%

Intelligence

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Gabriel Vaughn (Josh Holloway aus „Lost“) ist der Stolz des amerikanischen Geheimdienstes: In sein Gehirn wurde ein Chip implantiert, der ihn mit den mächtigsten Datenbanken der Welt verknüpft und zur Geheimwaffe des US-Cyber-Command macht. Diese Geheimwaffe will beschützt werden – und nachdem er offenbar die meisten dafür abgestellten Agenten bereits vergrault hat, versucht sich jetzt Secret Service Agentin Riley Neal (Meghan Ory aus „Once Upon A Time“) an dem Job. Der gleich in der Pilotepisode darin besteht, zu verhindern, dass China in den Besitz der Supertechnologie kommt.

Zunächst einmal: Die Grundidee, das aus der Comedy „Chuck“ hinreichend bekannte Konzept des Mannes mit dem Computer im Hirn  in einen Thriller zu gießen. Dass die neue Serie „Intelligence“ auf ausgerechnet dem Sender läuft, der mit „Person of Interest“ eine enorm spannende, vielschichtige Geschichte über die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Implikationen moderner Technologie aufgesetzt hat, ist vielversprechend. Doch aus den guten Bedingungen hat die Serie meiner Meinung nach in der Pilotepisode nicht alles rausgeholt.

In Erinnerung bleibt ein zwar unterhaltsames, aber vorhersehbares Hin und Her zwischen den Gabriel und seiner Beschützerin. Überflüssig zu erwähnen, dass es keine halbe Stunde dauert, bis die beiden das erste Mal zu Boden fallen und einander verheißungsvoll in die Augen schauen. Auch sind die Gabriel-sieht-vor-seinem-inneren-Auge-ganze-Datenbanken-Effekte noch ein wenig unbeholfen; bei Chuck hat das „auf etwas Flashen“ funktioniert, weil es comichaft überzogen war – in „Intelligence“ konnte dieses zentrale Element erst mal nicht so viel Eindruck schinden.

Dennoch: Es ist nett, Sawyer zurück im TV zu haben. Darüber hinaus muss die Serie sich aber erst noch beweisen.

→ „Intelligence“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 56, Tomatometer: 50%

The Millers

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Eigentlich wollten/mussten/sollten Tom und Carol nur kurz bei ihren Kindern unterkommen, nachdem Tom (wieder einmal, offensichtlich) den Keller unter Wasser gesetzt hat. Doch als Tom erfährt, dass Sohnemann Jack schon seit drei Monaten geschieden ist, platzt ihm der Kragen: Er hätte in mehr als vierzig Jahren Ehe ja nicht mal das Wort Scheidung in den Mund nehmen dürfen, poltert er, weil die Kinder erst zu jung waren, man dann ihre Collegezeit nicht beeinträchtigen oder ihnen, als sie dann verheiratet waren, kein schlechtes Beispiel sein wollte. Tja, jetzt dann also, meint er – und verlässt seine Frau. Und so wohnt der lebensunfähige Vater plötzlich bei seiner Tochter Debbie und Familie, während eine pupsende Mama Carol sich bei Junggeselle Jack breitmacht, der doch eigentlich gerade wieder ins Singleleben eintauchen wollte…

Furzwitze? Seriously, CBS?1

Davon abgesehen2 könnte „The Millers“ die erste Kinder-wohnen-in-fortgeschrittenem-Alter-unverhofft-wieder-mit-ihren-Eltern-zusammen-Comedy sein, die ich anschaue und mag. Und das hat vor allem zwei Gründe: 1. Will Arnett. 2. Margo Martindale3. Und die beiden sind nur ein Teil eines ziemlich tollen Casts (außerdem noch Beau Bridges, Jayma Mays und bald dann Eliza Coupe), der hoffentlich so gut gemeinsam funktionieren wird wie ich die Darsteller einzeln mag.

„The Millers“ ist zwar weder neu noch besonders clever. Aber dass ich gegen Ende der Pilotepisode mit dem Lachtrack lachte anstatt wie sonst so oft mit den Augen zu rollen, werte ich jetzt mal als gutes Zeichen. Mir gefiel’s! Und erwähnte ich schon, was für ein großartiger Cast das ist? Nein? Es ist wirklich ein großartiger Cast! Das kann man nicht oft genug betonen, denn es kann in so einem schon vielfach da gewesenen und gerne vor Ausstrahlung der ersten Minuten für tot erklärten Sitcom-Szenario wirklich einiges ausmachen.

→ „The Millers“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 49, Tomatometer: 52%


  1. Ja, das verdient eine eigene Zeile. Ich meine: SERIOUSLY??? 

  2. …davon abzusehen, erfordert wirklich Willenskraft… 

  3. Wow, die Frau ist schwer beschäftigt dieser Tage! 

The Crazy Ones

The Crazy OnesSydney und Simon Roberts betreiben zusammen eine Werbeagentur. Simon ist der Star der Firma, etliche Awards und wichtige Kunden bescheinigen seinen Erfolg. Sydney ist seine Tochter, Protegé und heranwachsendes Werbesternchen. Was ihr an genialer Kreativität des Vaters fehlt, scheint sie mit Fleiß wett zu machen.
In der Pilotepisode will der größte und wichtigste Kunde der Agentur, McDonald’s, den Laden verlassen. In letztem Moment schafft es Simon aber noch, die McDonalds-Verantwortlichen mit einem spontanen Plan davon zu überzeugen, der Firma noch eine Chance zu geben. Simon war aber etwas großspurig unterwegs und so muss Sydney jetzt eine bekannte Sängerin davon überzeugen, einen Jingle für McDonald’s aufzunehmen. Und Kelly Clarkson sträubt sich doch etwas…

»The Crazy Ones« ist die neue Serie mit Robin Williams, der nach über dreißig Jahren wieder für eine Sitcom vor der Fernsehkamera steht. Außerdem mit von der Partie: Sarah Michelle Gellar1 und ein paar bekannte Gast-Stars.

Der Titel, »The Crazy Ones«, bezieht sich auf die legendäre Apple-Werbekampagne, die in den 90ern Philosophie und Kult um die Computerfirma und die ganze Computergeneration beschwor. Wie es scheint, ebenfalls ein Kultstück in der Werbendenbranche.

Die Serie schafft es gekonnt, realistische Dinge aus der Welt außerhalb der Serie, mit Fiktivem aus der »The Crazy Ones«-Realität zu vermischen. Mir gefällt das, prinzipiell, ganz gut.2

Nicht so sehr gut gefiel mir allerdings der Rest. Robin Williams ist ein Star und ein mit allen Wassern gewaschener Schauspieler. Das merkt man. Die jugendlich, alberne Rolle von Simon Roberts passt zu dem, was er auch sonst spielt. Allerdings mit einem Albernheits-Level-Up. Vermutlich soll uns das die Seite der Crazyheit der Agentur zeigen. Joa. Mir ist das doch etwas viel. Dieses übergroße, Keith-Hering-artige Selbstportrait mit Lampenfeature über dem Aufzug hilft da auch nichts.3 Genauso wie Caro gefallen mir auch die Szenen besser, in denen William etwas ruhiger spielt.
Sarah Michelle Gellar ist auch so eine Sache. Als Werbetochter passt sie besser in die Serie als letztes Jahr in »Ringer« als doppelte Bösewichtin. Gewöhnungsbedürftig ist es aber trotzdem alle mal noch etwas.

Die Story war, trotz des generell positiven Realitätsbezugs, eher meh. Kelly Clarkson käsig davon zu überzeugen, wie anders dieser Jingle ist. Das pendelte zwischen peinlich, over the top und halbinteressant.

Ich sehe die Idee, die hinter »The Crazy Ones« steht. Die finde ich nicht schlecht. Auch gegen die übertriebene Albernheit im Zentrum der Geschichte habe ich überhaupt nichts einzuwenden — ich bin großer Freund von Albernheiten. Aber die Pilotepisode war dann doch irgendwie nicht so umgesetzt, wie ich’s mir gewünscht hätte.
Mal sehen.

→ »The Crazy Ones« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 57, Tomatometer: 52%
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  1. Die ziemlich schnell über die Absetzung von »Ringer« hinweg gekommen zu sein scheint… 

  2. McDonald’s und Kelly Clarkson jetzt nicht unbedingt direkt. 

  3. Erkennt ihr darin auch Robin Williams als den 200-Jahre-Mann? Sowieso: Wieso sehe ich in Simon Roberts die ganze Zeit Mrs. Doubtfire? Hilfe! 

The Crazy Ones

Pilot

Sarah Michelle Gellar ist (schon wieder) zurück im Fernsehen: als eine Hälfte der Werbeagentur Roberts & Roberts; die andere wird gespielt von ihrem Serienvater Robin Williams. Zusammen sollen sie „The Crazy Ones“ sein, so der Name der neuen CBS-Comedy. Crazy sind – wie gewohnt – vor allem Williams‘ anhaltende Impressionen und Grimassen. Der Schauspieler ist jedoch – in meinen Augen – dann am besten, wenn er die Albernheiten mal abstreift und was Herzerwärmendes spielen darf, der Komiker Williams ist nicht mein Geschmack. Von Drama1 war in der Pilotepisode leider wenig zu merken, aber immerhin meine ich, eine gewisse Chemie zwischen Williams und Gellar erkannt zu haben, die Besserung verspricht.

Ansonsten hatte die erste Folge ein paar nette Momente, etwa als Williams und Co-Darsteller James Wolk sich mit Kelly Clarkson treffen, um „America’s Sweetheart“ für einen McDonalds-Spot zu gewinnen und spontan einen Song dichten und zum Besten geben. Oder als später Gellar, um die Musikerin endgültig zu überzeugen, im gefüllten Restaurant auf den Tisch steigt und ein Ständchen singt.

Persönlich wäre ich dafür, die überflüssige Sekretärin (Amanda Setton in einer sehr ähnlichen Rolle wie zuletzt „The Mindy Project“, wo sie ebenfalls überflüssig war und rausgeschrieben wurde) dauerhaft durch Kelly Clarkson zu ersetzen. Dann wäre ich geneigt, noch mal einzuschalten, denn die hatte was. Alles in allem landet „The Crazy Ones“ jedoch auf meiner To-Watch-Skala in der vollgepackten neuen TV-Season eher im unteren Mittelfeld. Schade.

→ „The Crazy Ones“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 57, Tomatometer: 50%


  1. …weil Comedy… d’oh! 

Mom

mom_cbs

Christy (Anna Faris) wär so gerne anders als ihre Frau Mama (Allison Janney), hat aber doch wie sie so ziemlich alles mitgenommen, was möglich war im Leben: Alkohol, Drogen, schlechte Jobs, Promiskuität und zwei Kinder von verschiedenen Vätern. Jetzt ist sie seit ’ner Weile trocken und versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, als nach Jahren der Funkstille Mutter Bonnie wieder in ihr Leben tritt und das mit der Vorbildfunktion nicht gerade leichter macht.

Vor allem die ersten paar Minuten der neuen CBS-Comedy „Mom“ gehen, unter anderem wegen des penetranten Lachtracks, leider gar nicht. Völlig überzogen, nur auf Schenkelklopfer ausgelegt, die aber überhaupt nicht funktionieren, und auch der Rest ist eher so mhhhhjoanee. Weil ich die beiden Darstellerinnen mag, werde ich wohl noch mal reinschauen. Und ganz falsch kann’s aus der Feder von Chucke Lorre nicht sein, schließlich wurde noch so ziemlich alles, was der Typ als Serienproduzent und -autor anpackte – von „Roseanne“ über „Dharma & Greg“ und „Cybill“ bis „The Big Bang Theory“ und „Two and a Half Men“ – irgendwie zum Hit.

→ „Mom“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: -, Tomatometer: 68

CyberChimps