Humans

Humans auf Channel 4

In „Humans“ sind robotische Haushalts- und Lebenshelfer Realität geworden. Überhaupt übernehmen Maschinen inzwischen routinemäßig einen großen Teil niederer Arbeit und sollen den Menschen das Leben leichter machen. So auch das der Familie Hawkins. Nur dass deren „Synth“ (steht für Synthetic) Anita nicht so eine leere Blechbüchse ist, wie ihre neuen Besitzer glauben. Anita gehört zu einer Handvoll Maschinen mit menschlichen Emotionen, die als Anomalie gejagt werden. Auch die Hawkins merken schnell, dass ihre neue Haushaltshilfe sich etwas menschlicher verhält, als sie eigentlich sollte.

Roboter und ihre Gefühle in Serie, das hat auf meiner To Watch Liste zuletzt das Cop-Procedural „Almost Human“ versucht, hat aber die Dualität von Robotik und Menschlichkeit in einem Wesen nie so gut vermitteln können. Da war die Verwirrtheit des „defekten“ Roboters mehr Slapstick als tiefgehende Erkundung der humanoiden Seele. Bei „Humans“ vermittelt hingegen schon die Pilotepisode sehr gut all die moralischen und gesellschaftlichen Konflikte, die mit der fortschreitenden Digitalisierung und Technologisierung in der Serien-Realität einher gehen, zum Beispiel: Wozu noch sein Bestes in der Schule geben, wenn der potentielle zukünftige Job vermutlich in wenigen Jahren eh von einem Roboter gemacht wird? Solche und andere Fragen nimmt die Serie sich gleich in der ersten Folge vor, ohne überladen zu wirken.

Mama Neumann wird mich vermutlich schelten, wenn sie liest, wie angetan ich von „Humans“ bin. Schließlich liegt sie mir seit Jahren in den Ohren, das schwedische Original „Real Humans“ endlich mal zu schauen. Nun ist es halt „Humans“ geworden und das gefällt mir nach der Pilotepisode wirklich gut.

→ „Humans“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Tomatometer: , Metacritic-Score:

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