Intelligence

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Gabriel Vaughn (Josh Holloway aus „Lost“) ist der Stolz des amerikanischen Geheimdienstes: In sein Gehirn wurde ein Chip implantiert, der ihn mit den mächtigsten Datenbanken der Welt verknüpft und zur Geheimwaffe des US-Cyber-Command macht. Diese Geheimwaffe will beschützt werden – und nachdem er offenbar die meisten dafür abgestellten Agenten bereits vergrault hat, versucht sich jetzt Secret Service Agentin Riley Neal (Meghan Ory aus „Once Upon A Time“) an dem Job. Der gleich in der Pilotepisode darin besteht, zu verhindern, dass China in den Besitz der Supertechnologie kommt.

Zunächst einmal: Die Grundidee, das aus der Comedy „Chuck“ hinreichend bekannte Konzept des Mannes mit dem Computer im Hirn  in einen Thriller zu gießen. Dass die neue Serie „Intelligence“ auf ausgerechnet dem Sender läuft, der mit „Person of Interest“ eine enorm spannende, vielschichtige Geschichte über die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Implikationen moderner Technologie aufgesetzt hat, ist vielversprechend. Doch aus den guten Bedingungen hat die Serie meiner Meinung nach in der Pilotepisode nicht alles rausgeholt.

In Erinnerung bleibt ein zwar unterhaltsames, aber vorhersehbares Hin und Her zwischen den Gabriel und seiner Beschützerin. Überflüssig zu erwähnen, dass es keine halbe Stunde dauert, bis die beiden das erste Mal zu Boden fallen und einander verheißungsvoll in die Augen schauen. Auch sind die Gabriel-sieht-vor-seinem-inneren-Auge-ganze-Datenbanken-Effekte noch ein wenig unbeholfen; bei Chuck hat das „auf etwas Flashen“ funktioniert, weil es comichaft überzogen war – in „Intelligence“ konnte dieses zentrale Element erst mal nicht so viel Eindruck schinden.

Dennoch: Es ist nett, Sawyer zurück im TV zu haben. Darüber hinaus muss die Serie sich aber erst noch beweisen.

→ „Intelligence“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 56, Tomatometer: 50%

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