Between

Between Netflix
Oh, Netflix, where art thou (in this)?

„Between“ ist eine komische Angelegenheit: eine trashy Serie mit eindimensionalen Schauspielern und Figuren, deren gesamte Prämisse schon darauf angelegt ist, nicht für irgendwen anders als eine ganz, ganz enge CW-artige Zielgruppe interessant zu sein. Die Erwachsenen in dieser Serie sterben nämlich alle innerhalb weniger Tage und hinterlassen eine Bande von Klischee-Teens mit Abercrombie-und-Fitch-Gesichtern.

Worum’s geht: In der Kleinstadt Pretty Lake grassiert irgendein mysteriöser Virus, der plötzlich alle dahin rafft, die älter als 21 sind. Die Regierung verhängt Quarantäne und auf einmal sind die Überlebenden eingesperrt.

Die Serie soll wohl erkunden, was passiert, wenn ein Machtvakuum entsteht. Wie Kinder, Teenager und junge Erwachsene sich schlagen, wenn sie ganz auf sich alleine gestellt sind. Wie eine Gesellschaft funktionieren kann, in der mit dem 22. Geburtstag Schluss ist. Schade nur, dass sie den Figuren keinen Raum zur Entwicklung gibt, überhaupt alle den gleichen Gesichtsausdruck haben. Alle um die Kids herum sterben und man sieht in der sechs Folgen dauernden ersten Staffel nur selten so was wie Trauer. In „Between“ klaffen so viele Logiklücken, als hätte man die Charaktere durch ein Minenfeld gejagt.

Trotzdem habe ich mich durch die erste Staffel gequält. Allein wegen des „Netflix Original“-Labels, das mir die ganze Zeit suggeriert hat, es würde noch besser. Wurde es nicht. Ich kann sogar „Under The Dome“ mehr empfehlen als „Between“. Ihr versteht…

→ „Between“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Tomatometer: 27%, Metacritic-Score: 47

Sense8

Sense8 auf Netflix
Acht Menschen aus aller Welt entdecken plötzlich, dass sie miteinander verknüpft sind, in die Sinneswelt der anderen eintauchen und sich gegenseitig helfen können: Da singt der Kleinganove in Berlin Karaoke mit der Inderin in Mumbai, ruft der junge Afrikaner die Kampfsportfähigkeiten der Koreanerin ab und sieht der Polizist in Chicago die Londoner DJane im Spiegel. Und dann schwirrt da noch Naveen Andrews‘ („Lost“) Jonas um die acht Fremden herum und versucht, sie auf den richtigen Pfad zu leiten.

Welcher das ist, kann ich auch nach vier Folgen noch nicht sagen. „Sense8“ ist eine Netflix-Produktion und als solche zum Binge-Watching gleich in Gänze online gestellt worden. Die Idee der psychischen Verbindung der Sinne ist eine spannende und ich beobachte gerne, was Netflix versucht, mit dem Science-Fiction-Genre zu machen.

Leider gibt es viele Dinge, die mich an „Sense8“ stören: Die Serie über die Sinne ist für meine Sinne ziemlich anstrengend. Die Handlung ist durch die acht Hauptfiguren an sich schon sehr zerstückelt. Es dauert lange, bis man mal in die Welt einer Figur länger als eine Minute eintauchen kann; gerade die erste Folge reicht da nicht aus, um auch nur ansatzweise eine Vorstellung der Charaktere zu bekommen.

Hinzu kommen die ständigen transzendentalen Begegnungen, wenn einer der „Sensates“ den anderen im Geiste besucht. Diese Begegnungen werden mit schnellen Schnitten umgesetzt. Man muss ganz schön aufmerksam sein, um nicht den Überblick zu verlieren, was Realität und was eine Sinnestäuschung oder -erweiterung ist. Dieser Stil ist zumindest in den ersten Folgen der Kern der Serie, wenn die bis dahin Fremden ihre neuen Fähigkeiten langsam entdecken.

Diese Fremden, acht an der Zahl, sind natürlich das eigentliche Zentrum und sie wirken ein wenig, als hätten die Macher von „Sense8“ Diversity bei Google eingegeben und die Charaktere entsprechend zusammengestellt: Es gibt genauso viele Männer wie Frauen, alle Kontinente sind vertreten, verschiedene Ethnien, eine transsexuelle lesbische Frau, ein Schwuler – nur beim Alter klappt das mit der Ausgewogenheit nicht, die acht sind nämlich alle Thirtysomething. Aber auch ansonsten ist alles dabei, um bloß für jeden einen Identifikationspunkt zu schaffen: die unterdrückte Businessfrau, die verrückte DJane, der sensible Schauspieler, der heldenhafte Cop, der moralische Kleinganove (natürlich der Russlanddeutsche…) usw. Normalerweise würde ich die Diversität feiern, wenn sie nicht so furchtbar forciert wirken würde.

Und noch was, das sich nicht richtig anfühlt: Ob Nairobi oder Berlin, Seoul oder Mexico City, alle Charaktere sprechen die ganze Zeit Englisch, mit teils so starkem Akzent, dass ich tatsächlich die Untertitel angeschaltet hatte. Wenn sie schon in so vielen Ländern drehen, warum erstreckt sich die Ambition der Serienschöpfer dann nicht auf die Sprache? Wo wäre das Problem gewesen, mit Originalsprache und Untertiteln zu arbeiten? Zu verwirrend vermutlich, wenn der Rest von „Sense8“ schon so ein Mindfuck ist… Mich irritiert es jedenfalls fürchterlich, Max Riemelt mit seinem Gangsterkollegen die ganze Zeit Englisch sprechen zu hören. Oder dass in Nairobi dann zwischendurch doch immer wieder andere Sprachen zu hören sind. Oder wie die Freundin mit starkem indischem Akzent äußerst verwundert fragt, wieso Sensate Kala plötzlich auf Englisch singe. Das passt einfach nicht zusammen. Gerade weil Serien wie „The Americans“ oder vor Jahren bereits „Lost“1 erfolgreichen bewiesen, dass authentisches Sprechen kein Hindernis für den Erfolg einer Serie sein muss.

Das sind eine Menge Unstimmigkeiten, die „Sense8“ nicht zu dem Kracher machen, den ich nach dem Trailer erwartet hatte. Andererseits – und deswegen bin ich weiter dabei – gelingt es der Serie, trotz der Kürze der einzelnen Geschichten die Charaktere beeindruckend vielfältig zu präsentieren und Sympathien zu erzeugen. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass die Figuren sehr klar und stereotyp geschrieben sind und ihre Geschichten mit dem Zaunpfahl winkend die tieferliegenden Ängste offenlegen.

In dieser Serie dürfte schnell jeder seinen Helden finden – das ist die Stärke und gleichzeitig große Schwäche von „Sense8“. Spannend dürfte es werden, wenn aus den acht Fremden tatsächlich Verbundene und Verbündete werden und das vielfältige Ensemble die Gelegenheit zur Interaktion bekommt. Darauf freue ich mich und deswegen schaue ich jetzt weiter, solange sich die Sonne eh versteckt.

→ „Sense8“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Tomatometer: 68%, Metacritic-Score: 63


  1. Apropos „Lost“: Wie lustig ist bitte, dass eine Koreanerin namens Sun von Sayyid (Naveen Andrews) gementored wird? 

Grace and Frankie

Grace and FrankieGrace und Frankie mögen sich eigentlich nicht so sehr. Das konnten sie in den letzten vierzig Jahren herausfinden. Sie kennen sich über ihre beiden Ehemänner, die gemeinsam eine Kanzlei für Scheidungen betreiben. Beide treffen sich in einem Restaurant, als sie, wie so häufig, vor ihren Männern ankommen. Sie vermuten, dass Sol und Robert endlich ihre Pensionierung verkünden. Alle sind schließlich schon lange in dem Alter angekommen, in dem man das Feld Jüngeren überlassen könnte. Aber als Sol und Robert auftauchen haben sie etwas ganz anderes zu verkünden: Beide werden ihre Frauen verlassen und sich heiraten. Schon seit einigen Jahren sind sie heimlich ein Paar und wollen ihre Liebe dank der neuen US-Gesetze auch offiziell machen. Für Grace und Frankie beginnt ein neuer Abschnitt ihrer Leben, den sie sich so gar nicht ausgemalt hatten. Und das schlimmste: Sie müssen da gemeinsam durch.

»Grace and Frankie« ist eine wunderbare Comedy, die so bisher keinen Vergleich hat. Jane Fonda und Lily Tomlin spielen die beiden Damen, die auf ihre alten Tage nicht nur Lebensgefährten verloren, sondern auch einen neuen gewonnen haben. Die Prämisse ist gleichzeitig herzerwärmend wie ein kreativer Goldtopf, den alle Involvierten wissen auszunutzen. Grace und Frankie beim Erkunden ihrer neugewonnenen Unabhängigkeit zuzuschauen macht Spaß. Es braucht nicht immer komplizierte Geschichtsgrundgerüste, insbesondere wenn man zwei erfahrende Talente in den Hauptrollen hat.

Die Serie ist eine Komödie darüber, was uns auch bei einem noch so routinierten Leben alles erwarten kann und wie man unangenehme Situationen zu seiner eigenen Freude ausnutzen kann. »Grace and Frankie« ist mutmachend und humorreich. Eine erwachsene Comedy, die gefällt.

→ »Grace and Frankie« in der Wikipedia und bei TVRage
→ Tomatometer: 50 %; Metacritic-Score: 58
Trailer
Lesen Sie weiter

Unbreakable Kimmy Schmidt

Unbreakable Kimmy Schmidt

Kimmy Schmidt (Ellie Kemper) hat 15 Jahre ihres Lebens in einem Bunker gelebt in dem Glauben, dass die Dummheit der Frauen die Welt zerstört hat. Nachdem sie aus den Fängen des verrückten Kults gerettet wurde, zieht sie nach New York, um ein normales Leben zu führen.

Dass ihr Leben so normal nicht sein wird, lässt schon ihre Herkunft vermuten. Vor allem aber die Autorin der Serie „Unbreakable Kimmy Schmidt“. Die Netflix-Comedy stammt aus der Feder von Tina Fey.

Und so kommt Tina Fey aus jeder Pore. Die Serie spielt in Fels Version von New York City. Der aus „30 Rock“ bekannte Humor (und seine Darsteller, Jane Krakowski zum Beispiel) durchzieht „Unbreakable Kimmy Schmidt“.

Wer Tina Fey und ihren Humor toll findet, wird diese Serie lieben. Ich fühle mich wie einem Paralleluniversum, wenn ich mir die Spitzenkritiken der Comedy anschaue, denn ich kann weder mit Tina Fey noch mit dieser obskuren Serie etwas anfangen. Macht euch selbst ein Bild.

→ „Unbreakable Kimmy Schmidt“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Tomatometer: 96%, Metacritic-Score: 87
Trailer

Orange Is the New Black

Orange Is The New BlackPiper Chapman lebt eigentlich ein geordnetes Leben in New York. Ist verlobt, hat eine solide Geschäftsidee und ein paar gute Freunde. So, wie dieses bodenständige Familienleben eben sein sollte.
Aber das war nicht immer so. Damals, als sie noch jung war, hatte sie eine wilde Phase und war liiert mit der Drogendealerin Alex. Und erklärte sich ein mal für den Transport von Drogengeld bereit.
Das hat sie jetzt ein geholt. Denn wegen dieses Transports muss sie jetzt ins Gefängnis. 15 Monate. Ohne Verlobten, ohne Geschäft, ohne Freunde. Nur sie, mit-kriminelle Frauen und herabschauende, creepyge Gefängniswärter.

Caro hat eigentlich schon alles wichtige zu »Orange Is the New Black« geschrieben. Ihr solltet erst ihren Artikel lesen. Macht das. Jetzt.

Habt ihr? Ok. Gut.

Dann zwei Punkte, weshalb ich auch noch mal »Orange Is the New Black« aufgreife.

  1. Es ist eine großartige, vielschichtige Show!
    Tiefgründig, intelligent, bewegend. Spaßig, leichtfüßig, albern. Ernst, traurig, mitfühlig. Nur wenige Shows schaffen es, ein derartig großes Spektrum von tollen Eigenschaften in einer einzigen Show abzubilden und dabei auch noch Kontinuität und geschichtsbezogene Relevanz zu haben.
    Nicht nur die Geschichte um Hauptperson Piper ist interessant und fesselnd, auch die Mit-Gefangenen sind toll erzählt. Wir lernen zu verstehen, warum die einzelnen Personen im Gefängnis sitzen, ohne gutzuheißen, was sie taten.
    Außerdem gibt’s ganz klare Bösewichte – das ist durchaus auch mal wieder erfrischend (obwohl, auch sie, vielschichtig dargestellt sind).
    Auch erfrischend: Die Idee der Show. Eine Geschichte, die im Gefängnis spielt und das tägliche Leben der Insassen portraitiert, hatten wir (glaube ich) noch nicht.1 Interessant!
  2. Es ist vielleicht die beste Netflix-Show bisher.
    Da lehne ich mich etwas aus dem Fenster. Steile These. Stimmt.
    »House of Cards« ist ein intelligenter, vielschichtiger Polit-Thriller, der starbesetzt und stargemacht ein glattgefeiltes Weißes-Haus-Drama abliefert. Unglaublich hoher Produktionswert. Aber man muss etwas übrig haben für Politik und Intrigen. Und, einmal kurz nicht aufgepasst, und Frank hat neben seinen Kontrahenten auch den Zuschauer hinter sich gelassen.
    »Arrested Development« ist ein Quell der Nerd-Freude. Die Frequenz der Wortspiele, Selbst- und Popkulturreferenzen wird nur übertroffen von der (großartigen!) Bescheuertheit, mit sich die Geschichte umherwendet. Die Show ist toll. Aber die aktuelle, Netflix-Staffel war ein bisschen verworren. Die Story blieb etwas unter meinen Erwartungen. Was natürlich nur daran liegt, dass meine Erwartung so (unberechtigt) hoch waren. Klar. Aber so belohnend waches Aufpassen und Folgen der Geschichte von »Arrested Development« auch ist, so anstrengend kann es zwischendurch sein. Und das mindert etwas die Erfahrung AD.
    Aber »Orange Is the New Black« ist leichtfüßig und hoch unterhaltend. Dabei aber nie dumm oder unangemessen actionreich. Die Show schafft es, ausbalanciert kurzweilig und tiefgründig zu sein. Gleichzeitig. Und das fehlt mir bei den anderen beiden großen Netflix-Shows etwas.
    Natürlich reden wir von Unterschieden, die in Vielfachen des Planckschen Wirkungsquantums angegeben werden sollten — nicht wirklich vergleichbar mit dem Gros der Free-TV-Serien.

Wenn ihr’s noch nicht getan habt, ihr solltet »Orange Is the New Black« schauen.
Nehmt euch morgen frei und los geht’s.

→ »Orange Is the New Black« in der Wikipedia und bei TVrage
Trailer
→ Metacritic-Score: 79; Tomatometer: 89%
Lesen Sie weiter


  1. Außer, die Durchführung eines Ausbruchs sei das tägliche Leben… 

House of Cards

House Of CardsFrancis J. Underwood ist ziemlich verärgert. Er war zentral daran beteiligt, dass Garrett Walker neuer Präsident der Vereinigten Staaten wird. Dafür hat man ihm einen Job im Präsidentenkabinett versprochen: Er sollte Secretary of State, verantwortlich für die Auslandsbeziehungen und damit in etwa Außenminister, werden. Aber dem ist nicht so. Der Präsident nimmt lieber jemand anderen. Frank wäre im Kongress wichtiger.
Papperlapapp. Fadenscheinige Gründe. Frank ist verärgert. Und er schwört Rache.
Nach außen gibt er den verständnisvollen, präsidentennahen Politiker, aber hinter den Kulissen schmiedet er Pläne, wie er sich an Walker und seiner Politik rächen kann.
Unterstützt wird er von seiner Frau Claire. Die betreibt ein Non-Profit-Unternehmen, das sich um Zugang zu sauberem Trinkwasser kümmert. Sie steht hinter ihrem Mann und weiß um seine Stärken, nutzt seine Kontakte auch selbst um ihr Unternehmen zu fördern. Außerdem noch wichtig: Die junge Journalistin Zoe Barnes, die eigentlich unwichtigen Kram für den Washington Herald schreibt, sich aber zu Größerem berufen fühlt. Sie geht eine Partnerschaft mit Frank ein.

Ihr habt sicherlich schon viel über den Hintergrund der Show gehört, schließlich lest ihr Serienblogs in diesem Internet. Solltet ihr dennoch Wissenslücken besitzen (Abzug in der B-Note!), es folgt das wichtigste: »House of Cards« ist die erste, richtige Show, die nur im Internet ausgestrahlt wurde. Der Online-Streaming-Anbieter Netflix hat 26 Folgen für insgesamt circa 100 Millionen Dollar bestellt. Vor zwei Wochen wurden die 13 Episoden der ersten Staffel auf einmal veröffentlicht (die erste Folge könnt ihr euch umsonst anschauen, vorausgesetzt Netflix lässt euch durch die Geoschranke). David Fincher ist Produzent der Show und Regisseur der ersten beiden Episoden, Kevin Spacey spielt die Hauptrolle.

Da ist also so einiges bemerkenswert an »House of Cards«. Online-only, alle Folgen auf einmal veröffentlicht und mit David Fincher und Kevin Spacey sind ganz schön große Namen involviert. Aber abseits all des Hypes — taugt »House of Cards« was?

Ja!

Netflix delivers. Oder eher: Fincher delivers. »House of Cards« ist ein hervorragendes Stück Fernsehen (in Ermangelung eines besseren Wortes ist das hier wohl ›Fernsehen‹, was?). Dunkles Polit-Stratigieren, voller Intrigen und komplexer Machtspielchen. Eine aufwändig produzierte, anspruchsvolle Soap für den kleinen Jurastudenten in uns allen.

Ich gebe zu: Es ist nicht leicht, vollständig bei »House of Cards« Schritt zu halten. Dafür ist das amerikanische Staatswesen zu fremd, zu komplex und zu komprimiert erzählt. Aber irgendwie schafft man das, wenn man will. Und dann ist die Show wirklich großartig.
Es macht Spaß, Kevin Spacey beim Spielen zuzusehen. Toll, wie er die vierte Wand durchbricht — mal mit Worten und mal nur mit kleinen Gesten. Seine Film-Frau, Claire, ist ebenfalls großartig und vielschichtig gespielt (von Robin Wright). Kate Mara macht ihre Sache ganz hervorragend — aber das wissen wir seid »American Horror Story«.
Inszeniert und gefilmt ist die Show makellos. Der Production Value ist näher an einem standard, hoch-budget-igem Film, als an einer Standard-Serie. Man merkt, dass da ein riesiges handwerkliches Können versammelt wurde.

Man muss ein gewisses Grundinteresse für politische Machtspielchen mitbringen — sonst hängt einen »House of Cards« ziemlich schnell im Desinteresse ab. Wer »The Newsroom« mag, der wird mit Sicherheit auch »House of Cards« mögen. Überhaupt, das einzige, was man »House of Cards« als Verbesserung anraten könnte, wäre ein bisschen Sorkin-heit. Die Dialoge zwischen den Charakteren stehen manchmal der restlichen Perfektheit hintenan.

Aber egal, »House of Cards« wird weitergeguckt. Idealerweise am Stück (in den USA nennt man das jetzt binge watching).

→ »House of Cards« bei TVRage und in der Wikipedia
Trailer
→ Metacritic-Score: 76

Lesen Sie weiter

CyberChimps