Super Fun Night

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Manchmal möchte man einfach wissen, ob eine Serie so schlecht ist, wie der Trailer es vermuten lässt, oder? Was so ziemlich der einzige Grund ist, warum ich verspätet „Super Fun Night“ eine Chance gegeben habe.

Die Fox-Comedy ist so eine Art Spielwiese für die australischen Schauspielerin/Sängerin/Komikerin Rebel Wilson. War sie im Film „Pitch Perfect“ noch ein kleiner, aber stimmgewaltiger Teil eines insgesamt sehr gelungenen Casts und Films, versucht sie sich mit „Super Fun Night“ als Schöpferin, Autorin, Executive Produzentin und Hauptdarstellerin gleichzeitig. Was bei der Senderschwester Mindy Kaling („The Mindy Project“) bestens funktioniert, wirkt bei Wilson ziemlich halbgar und alles andere als fun. Es soll wohl eine Serie sein, die sich in jeder Folge dem Wochenendprogramm der Clique rund um Kimmie Boubier, ihren britischen Schwarm, ihre Freundinnen und die Rivalin aus der Firma widmet.

Die gute Nachricht: Die Serie ist nicht so platt, körperbezogen und auf schnelle Lacher aus, wie der Trailer es vermuten lässt. Und wie Rebel Wilson als Autorin mit dem Thema Übergewicht umgeht, finde ich grundsätzlich charmant. Doch so schön es auch ist, dass hier nicht ein Dickenwitz den nächsten jagt – das lässt die eh schon öde Serie irgendwie feige wirken. Weil zu merken ist, wie sie immer wieder irgendwelche Uraltlacher aus dieser Ecke andeuten, dann aber doch dem Niveau zuliebe kneifen – aber eben auch so gar nichts anderes zu bieten haben.

Persönlich finde ich selbst mein ruhiges Programm der letzten zwei Freitagabende – Einrichtung neuer Sicherheitssoftware und Steuern bei Rotwein und „Dawson’s Creek“ – mehr fun als das, was diese Gruppe an ihrem Freitagabend erlebt…

→ „Super Fun Night“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 41, Tomatometer: 33%

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