The Crazy Ones

The Crazy OnesSydney und Simon Roberts betreiben zusammen eine Werbeagentur. Simon ist der Star der Firma, etliche Awards und wichtige Kunden bescheinigen seinen Erfolg. Sydney ist seine Tochter, Protegé und heranwachsendes Werbesternchen. Was ihr an genialer Kreativität des Vaters fehlt, scheint sie mit Fleiß wett zu machen.
In der Pilotepisode will der größte und wichtigste Kunde der Agentur, McDonald’s, den Laden verlassen. In letztem Moment schafft es Simon aber noch, die McDonalds-Verantwortlichen mit einem spontanen Plan davon zu überzeugen, der Firma noch eine Chance zu geben. Simon war aber etwas großspurig unterwegs und so muss Sydney jetzt eine bekannte Sängerin davon überzeugen, einen Jingle für McDonald’s aufzunehmen. Und Kelly Clarkson sträubt sich doch etwas…

»The Crazy Ones« ist die neue Serie mit Robin Williams, der nach über dreißig Jahren wieder für eine Sitcom vor der Fernsehkamera steht. Außerdem mit von der Partie: Sarah Michelle Gellar1 und ein paar bekannte Gast-Stars.

Der Titel, »The Crazy Ones«, bezieht sich auf die legendäre Apple-Werbekampagne, die in den 90ern Philosophie und Kult um die Computerfirma und die ganze Computergeneration beschwor. Wie es scheint, ebenfalls ein Kultstück in der Werbendenbranche.

Die Serie schafft es gekonnt, realistische Dinge aus der Welt außerhalb der Serie, mit Fiktivem aus der »The Crazy Ones«-Realität zu vermischen. Mir gefällt das, prinzipiell, ganz gut.2

Nicht so sehr gut gefiel mir allerdings der Rest. Robin Williams ist ein Star und ein mit allen Wassern gewaschener Schauspieler. Das merkt man. Die jugendlich, alberne Rolle von Simon Roberts passt zu dem, was er auch sonst spielt. Allerdings mit einem Albernheits-Level-Up. Vermutlich soll uns das die Seite der Crazyheit der Agentur zeigen. Joa. Mir ist das doch etwas viel. Dieses übergroße, Keith-Hering-artige Selbstportrait mit Lampenfeature über dem Aufzug hilft da auch nichts.3 Genauso wie Caro gefallen mir auch die Szenen besser, in denen William etwas ruhiger spielt.
Sarah Michelle Gellar ist auch so eine Sache. Als Werbetochter passt sie besser in die Serie als letztes Jahr in »Ringer« als doppelte Bösewichtin. Gewöhnungsbedürftig ist es aber trotzdem alle mal noch etwas.

Die Story war, trotz des generell positiven Realitätsbezugs, eher meh. Kelly Clarkson käsig davon zu überzeugen, wie anders dieser Jingle ist. Das pendelte zwischen peinlich, over the top und halbinteressant.

Ich sehe die Idee, die hinter »The Crazy Ones« steht. Die finde ich nicht schlecht. Auch gegen die übertriebene Albernheit im Zentrum der Geschichte habe ich überhaupt nichts einzuwenden — ich bin großer Freund von Albernheiten. Aber die Pilotepisode war dann doch irgendwie nicht so umgesetzt, wie ich’s mir gewünscht hätte.
Mal sehen.

→ »The Crazy Ones« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 57, Tomatometer: 52%
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  1. Die ziemlich schnell über die Absetzung von »Ringer« hinweg gekommen zu sein scheint… 

  2. McDonald’s und Kelly Clarkson jetzt nicht unbedingt direkt. 

  3. Erkennt ihr darin auch Robin Williams als den 200-Jahre-Mann? Sowieso: Wieso sehe ich in Simon Roberts die ganze Zeit Mrs. Doubtfire? Hilfe! 

CyberChimps