The Assets

The Assets1985. Der kalte Krieg ist im vollen Gange. Die CIA und der KGB spionieren sich fleißig gegenseitig aus. Aber die Operationen des CIA scheitern immer häufiger. Ein Maulwurf verkauft Informationen an die Gegenseite und lässt Reihenweise US-amerikanische Spione in Russland auffliegen. »The Assets« verfolgt die wahre Geschichte der Suche nach dem Verräter in den eigenen Reihen, aus der Sicht der CIA-Beamtin Sandra Grimes. Und aus der Sicht des Verräters Aldrich Ames, den die Show keine Sekunde scheut, vor uns zu identifizieren.

»The Assets« wirkt(e) ein wenig wie der Versuch, den Erfolg von »The Americans« ins Free TV zu transportieren. Auch hier portraitiert man Spionage im kalten Krieg (wenn auch bezogen auf eine spezifische Geschichte). »The Assets« sollte eine achtepisodige Event-Serie sein. Also irgendwas zwischen verlängertem Fernsehfilm und verkürzter, abgeschlossener Serie. Der Plan ist grandios in die Hose gegangen: Bereits nach der zweiten Folge hat ABC die Serie abgesetzt. Was mit den restlichen sechs Episoden passiert, ist noch nicht klar.

»The Assets« war, ohne Frage, in einer völlig anderen Liga als »The Americans«. Sowohl erzähltechnisch, von den Schauspielern und Charakteren her und auch von der Fairness beiden Seiten des Kriegs gegenüber1. Trotzdem interessiert mich, wie sich der Fall um den Verräter Ames entwickelt hätte — wie er entlarvt wurde. Denn »The Assets« war durchaus ansehbar! Ein bisschen mau, ja, aber nicht nur schlecht.
Vielleicht bedarf es das Publikum eines Kabelkanals, um mit so einem Thema erfolgreich sein zu können… Oder es liegt doch daran, dass die Show nur durchschnittlich gut ist. Ich bin mir sicher, bei ABC versucht gerade eine Task Force das rauszufinden…

→ »The Assets« bei der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 58, Tomatometer: 56%


  1. Wie platt die Russen bei »The Assets« die Bösen sind. Das ist ja schon fast James-Bond-eske! 

CyberChimps