Newshows Check-up #8

Newshows Check-up
In der achten Folge unseres Podcasts erfüllen wir Zuschauerwünsche und proben den Joss-Whedon-Fangirl-Gesang. Außerdem vergessen wir die Zeit.
Wir werden immer besser, unsere Hangout-Qualität leider immer katastrophaler. Bitte nehmt doch gleich die Audioversion; zu der kann man auch super Sport machen, ließen wir uns sagen:

Wollt ihr es euch dennoch antun, uns anzugucken, dann ist hier das Video:

Links:

Zuschauerpost

Zuschauer haben wir auch: @julianwki guckte diese Folge am Dienstagabend live

Zuschauer haben wir auch: @julianwki guckte diese Folge am Dienstagabend live (Foto: CC NY)


  1. Bevor ihr meckert, dass wir ’nen Sprung in der Platte haben – über „The Good Wife“ kann man sogar 100.000 Mal sprechen! 

The Blacklist

The BlacklistElizabeth hat ihren ersten Tag als FBI-Profilerin vor sich. Natürlich verschläft sie. Gehört sich ja so bei großen Tagen. Trotzdem schafft sie es noch fast pünktlich, das Haus zu verlassen. Dort allerdings steht eine Armada schwarzer SUVs und sogar ein Hubschrauber für sie bereit. Sie wird im FBI-Hauptquartier gebraucht. Dringend.
Denn dort hat sich ein paar Stunden zuvor einer der meistgesuchten Verbrecher Amerikas in der Lobby freiwillige den Behörden gestellt. Reddington war jahrelang Besorger und Möglichmacher Nummer Eins des kriminellen Untergrunds. Aber jetzt möchte er die Seite wechseln und dem FBI beim Ermitteln gegen Bösewichte helfen. Seine einzige Forderung: Alle Kommunikation findet zwischen ihm und Elizabeth statt. Sie sei besonders.
Als der Fall der Pilotepisode abgeschlossen ist (blutig, involviert einen Politiker und einen Rucksack) offenbart Reddington seinen Langzeitplan: Er habe eine Liste voller Großkriminelle (die Blacklist) und ist bereit, mit dem FBI zusammen gegen diese Listenplätze zu ermitteln. Genauer: Zusammen mit Elizabeth.

»The Blacklist« startete diese Woche stark auf NBC. 12,58 Millionen Zuschauer. Sogar etwas mehr als die Agenten von S.H.I.E.L.D.1
Und tatsächlich: Die Show gefällt.

Der Spin ist interessant: Ein ehemaliger wichtiger Krimineller, der mit dem FBI zusammen arbeitet. Das kennen wir von »White Collar«, allerdings geht’s bei »The Blacklist« nicht um Kunstraube und andere mordlose Betrügereien. Es geht direkt mit Entführung, Schießereien, Explosionen und Bomben in die Vollen. Außerdem ist im Vergleich zu Neal Caffrey der Hauptcharakter hier wesentlich dunkler angelegt. Sowieso: Die ganze Serie hat einen dunklen, teilweise zu dramatischen Unterton. Es geht eben nicht um das teure, verschwundene Gemälde, sondern direkt um das Überleben tausender Unschuldiger.
Darüber hinaus ist »The Blacklist« das typische wöchentliche Crime-Procedural. Die letzten Szenen der ersten Staffel offenbaren mögliche Episoden-übergreifende Elemente — mal sehen, wie die sich so eingliedern.

Der Hauptcharakter in »The Blacklist«, Raymond Reddington, ist mit Emmy-Gewinner James Spader top besetzt. Ein intelligenter, kalkulierender Krimineller auf dem Weg zur Läuterung. Oder so.
Etwas blass ist da im Vergleich die junge, aufstrebende FBI-Agentin. Megan Boone macht ihre Sache zwar prinzipiell gut, sieht mir aber etwas zu modelhaft kantenlos aus.

Sonst so? Alles solide.
Guter Auftakts-Fall-der-Woche, interessanter Crime-Drama-Spin mit der schwarzen Liste, gute bis ok-e Schauspieler.
Wird weiter geschaut.

→ »The Blacklist« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 73, Tomatometer: 82%
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  1. »The Blacklist« Trivia #431: Der Hauptdarsteller der Show spielt im nächsten »The Avengers«-Film den Bösewichten Ultron. 

The Blacklist

TheBlacklist
Elizabeth Keen (Megan Boone) ist Profilerin, frisch mit Zertifikat aus Quantico, und ihr erster Tag beim FBI fällt zusammen mit einem einmaligen Ereignis: Raymond „Red“ Reddington (James Spader), einer der zehn meist gesuchten Verbrecher der USA, stellt sich freiwillig und gibt an, nur mit einer Person sprechen zu wollen. Drei Mal dürft ihr raten, wen er sich als Vertraute in seiner undurchsichtigen Selbstaufgabe ausgesucht hat. Weswegen, erfahren wir in der Pilotepisode von „The Blacklist“ nicht, das ist Teil eines wohl größeren Geheimnisses, dass Red und seine kriminelle Vergangenheit umgibt.

Nun jedenfalls, so scheint es, will er sich reinwaschen von den Sünden der Vergangenheit, indem er andere Schwerverbrecher ans Messer liefert. In dieser Folge: Ranko Zamani, den er erst kürzlich ins Land schmuggelte und der nun offenbar einen ziemlich perfiden Anschlag auf amerikanischem Boden plant. Und in Zukunft, wie wir am Ende erfahren, diejenigen, die so raffiniert und grausam sind, dass die Behörden sie nicht einmal auf dem Radar haben1.

„The Blacklist“ startet vielversprechend: mit einem ziemlich tollen Bösewicht, guten Darstellern, spannend, ein bisschen mysteriös und verdammt temporeich. Fast zu schnell führt uns der Weg von Elizabeths Bett am Morgen zu einem Flammen-Desaster zu einem geplanten Anschlag. Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll, aber erst mal ist es schon zu begrüßen, dass hier ein Serienthriller zwar einen Fall der Woche hat, aber doch aus dem gewohnten Schema ausbricht. Das birgt allerdings auch die Gefahr von Logiklücken oder Verständnisproblemen2. Mal schauen…

Jenseits des Criminal of the Week wird in der Pilotepisode noch allerlei angeteasert: eine bereits länger andauernde Obsession Reds mit Elizabeth sowie das Doppelleben ihres Ehemanns Tom (Ryan Eggold) beispielsweise. Hier ist definitiv was Größeres im Gange. Ich bleibe dran.

→ „The Blacklist“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 73, Tomatometer: 86


  1. die „Blacklist“ der Schwerverbrecher halt 

  2. Nein, euer Stream ist nicht kaputt oder buffert falsch, die Serie ist so. 

CyberChimps