Newshows Check-up #12

Newshows Check-up

Da sind wir wieder, der Podcast hat ein bisschen Pause gemacht, aber die May Sweeps haben uns von der Couch gelockt1, um miteinander und mit euch zu reden. Mit dabei: die traurigste Cancellation (Stichwort: #5seasonsandnomovie), eine marvelous Verlängerung und nicht zuletzt eine Bonusrunde mit unserer Lieblingsserie, ihr wisst schon…

Und damit ihr euch überraschen lasst, verraten wir euch dieses Mal nicht2 im Vorhin alle Serien, über die wir gesprochen haben. Viel Spaß!

(Diesmal übrigens mit voll passabler Hangout-Qualität – aber wer’s trotzdem nicht erträgt: Die Audioversion!)


  1. Na ja, Caro sitzt für ihren Podcast ja auf der Couch, stimmt also nicht ganz… 

  2. Außer, ihr seid klug und könnt Tags lesen… 

Trophy Wife

Trophy Wife on ABC

Nach Karriefrau (Diane Buckley) und Esotherikerin (Michaele Watkins), drei Kindern und vielleicht ein bisschen Midlife Crisis verliebt sich Pete (Bradley Whitford) in die deutlich jüngere, impulsive und fun loving Kate (Malin Ackermann). Zeitsprung, ein Jahr später, beiden sind verheiratet1 und im neuen Familiengefüge hat Kate ihren Platz noch nicht so richtig gefunden. Die Ex-Frauen beäugen sie misstrauisch, der Ehemann ist nur eine geringe Hilfe und dass sie ständig versucht, cool und hip und die beste Freundin der Kids zu sein, hilft nicht gerade beim Einleben.

In der neuen Comedy-Serie „Trophy Wife“ – zum dämlichen Namen gleich noch zwei, drei Worte – beweist ABC wieder mal sein Händchen für außergewöhnliche Familienkonstellationen und Generationenkomik. In „Modern Family“ funktioniert das ja schon hervorragend und mit der inzwischen dritten ausgestrahlten Folge findet auch die „Trophy Wife“ als weitere moderne Familie ihre trotzdem ganz eigene Stimme. Ich stehe ja generell auf popkulturelle Anspielungen und mag, wie sie hier noch durch den Generationenkonflikt weiter ausgereizt werden. Zum Beispiel als Kate gegenüber Teenager Hillary Will Smith erwähnt. Und sie so: „Who? Oh, yeah, Jaden Smith’s dad.“

Eins noch, damit der Titel der Serie keine Irritationen aufkommen lässt: Kate ist eben nicht die klassische Trophäe, ein gut aussehendes Accessoire am Arm eines für was auch immer kompensieren wollenden älteren Herrn. Wie Andi schon schrieb, ist der Name dämlich. Aber die Serie nicht.

→ „Trophy Wife“ in der Wikipedia und bei TVRage
→ Trailer
→ Metacritic-Score: 63, Tomatometer: 74%2


  1. Diese Amis immer mit ihren Blitzhochzeiten… 

  2. Der Tomatoscore ist übrigens seit der Pilotepisode deutlich gestiegen – ich bin also nicht die einzige, die eine Verbesserung sieht. 

Trophy Wife

Trophy WifeKate feiert gerade wild ihr jugendliches, unbekümmertes Leben in einer Karaokebar, als sie ihrem zukünftigen Ehemann in die Arme stolpert. Der ist etwas älter als sie, hat drei Kinder und zwei Ex-Frauen. Trotzdem funkt es und Kate ist ein Jahr später mit Pete und seiner eigenwilligen Familie verheiratet.
Tagtäglich muss sie nun mit den Besonderheiten der Familienmitglieder und ihren Dynamiken klar kommen, muss sich als gut aussehende, junge, vielleicht etwas tollpatschige Frau beweisen.

Ich finde den Titel »Trophy Wife« ziemlich doof. Mir ist die ironische Anspielung und all das bewusst, ja, trotzdem: doof. Und, tatsächlich, lässt er den Inhalt zu schlecht wegkommen. Nicht viel, aber immerhin. Ich hatte mit Schlimmerem gerechnet.

Die Hauptrolle des Trophy Wifes spielt Malin Åkerman. Die habe ich zwar noch nie bewusst in einer Show wahr genommen, trotzdem kommt sie mir ab der ersten Szene irgendwie bekannt vor… One of those faces.

Inhaltlich balanciert »Trophy Wife« auf der Grenze zwischen ironisch-lustig und fremdschämig-blöd. Dauernd. Ein paar Lacher konnte mir die Sitcom aber trotzdem entlocken. Natürlich sind die häufig auf Kosten von irgendwem: Auf Kosten der naiven Hauptcharakterin, auf Kosten der zugeknöpften oder zu new-age-igen Exfrauen, auf Kosten der Verplantheit aller anderen Charaktere. Aber das ist wohl so bei klassischen Sitcoms, was?
Erwähnenswert noch Bradley Whitford als männliche Hauptrolle der Serie. Mag ich eigentlich, aber hier wirkt er etwas befremdlich platziert.

Noch ganz abgeschrieben habe ich »Trophy Wife« nach der Pilotepisode nicht. Das Setup ist hinreichend bescheuert, dass ich noch etwas weiter schauen werde. Langfristig muss aber die Fremdschäm-Komponente etwas weniger werden.

→ »Trophy Wife« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: , Tomatometer: 60%
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