Zoo

Zoo auf CBS
Was wäre, wenn die Tiere dieser Welt die Kontrolle über ihr Leben und den Planeten zurückerobern? Die CBS-Sommerserie „Zoo“ zeichnet – basierend auf einer Romanvorlage – ein Bild von eben diesem Szenario: In aller Welt beginnen Tiere, sich abnormal zu verhalten. Katzen versammeln sich, Löwen tun sich zusammen und töten alles, was ihnen in den Weg kommt. Eine aktivistische Reporterin in Los Angeles (Kristen Connolly) und ein Zoologe in Botswana (James Wolk) entdecken unabhängig voneinander, dass etwas Merkwürdiges mit den Tieren um sie herum passiert. Schon der Trailer der Serie kündigt an: Die Tiere kommunizieren miteinander und sind darauf aus, den Menschen zu eliminieren.

Puh. Die Prämisse ist so spannend wie bescheuert. Nach der Pilotepisode rangiert „Zoo“ auch irgendwo zwischen beiden Prädikaten: Auf der einen Seite ist die Idee, dass die Tiere die Kontrolle übernehmen, reizvoll. Und rein filmisch sind die zunächst vielen Begegnungen mit Löwen für mein Auge jedenfalls gut gemacht. Doch die ganze erste Folge über habe ich mich gefragt, ob dieser Stoff nicht besser auf Buchseiten und in der eigenen Imagination aufgehoben ist. Es holpert und stelzt, die Figuren verhalten sich irrational und bleiben charakterlos, man wird nicht mit ihnen warm – und sie sind vielleicht auch ein bisschen zu viel Klischee dafür: die Journalistin, die wegen ihres anonymen Blogs als „The Girl With The Genie Tattoo“ gefeuert wird; der Wissenschaftler, der zu viel trinkt und sich wegen privaten Problemen nach Afrika zurückgezogen hat; die französische Touristin, die Damsel in Distress, und so weiter.

Eigentlich gefällt mir die Besetzung, genau wie die Cinematografie. Aber die nächsten ein, zwei Folgen müssten das Storytelling-Ruder schon arg rumreißen, damit ich mir „Zoo“ weiter anschaue.

→ „Zoo“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Tomatometer: 46%, Metacritic-Score: 55

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