The Goodwin Games

The Goodwin GamesAls die Goodwin-Kinder Henry (erfolgreicher Chirurg), Chloe (erfolglose Schönheit) und Jimmy (erfolgreicher Knasti) nach dem Tod ihres Vaters zurück in ihre Heimatstadt kommen, hoffen alle darauf, die Erben des 23-Millionen-Dollar-Vermögens zu sein. Allerdings sieht das Vater Benjamin etwas weniger simpel und lässt seinen Kindern durch seine Anwältin posthum eine Reihe von Videobändern zukommen. Von den Videos stellt der Patriarch seinen Kindern Aufgaben, die sie lösen müssen, um das Erbe zu kriegen. Sie müssen sich und ihrer Heimatstadt wieder näher kommen.

»The Goodwin Games« war ist die neue Serie von Carter Bays und Craig Thomas, den Machern von »How I Met Your Mother«1. »The Goodwin Games« war schon abgesetzt, bevor es überhaupt anlief. Trotzdem werden die sieben gedrehten Episoden ausgestrahlt.2

Wenn man die Show sieht, dann wird einem auch schnell klar, wieso sie abgesetzt ist.

Ich finde das Konzept toll. Ein verstorbener Vater möchte, dass sich seine Kinder wieder etwas von ihrer isolierten Karrierewolke herunter begeben und mit ihren verlorenen Wurzeln in Kontakt treten. Dazu müssen sie große und kleine Aufgaben lösen.
Die Darsteller sind ebenfalls zumindest ok. Scott Foley mimt hervorragend den Karrierearzt, Becki Newton scheint die Rolle der bösen Highschool-Queen auf den Leib geschneidert. T. J. Miller sehe ich zwar zum ersten Mal in einer Serie, aber er ist die Definition eines liebevollen, aber verplanten und unglücklichen dritten Wagenrads. Beau Bridges als Vater-Goodwin passt auch ganz hervorragend.
Und sogar die Witze sind zwischendurch gut. Bei der Interaktion mit den Videobändern schimmert Bays‘ und Thomas‘ HIMYM-Humor durch. Sonst gibt’s in »The Goodwin Games« allerdings einen anderen Humor. Mehr auf die Charaktere und ihre Missgeschicke in der Vergangenheit bezogen.

Trotz aller dieser prinzipiell positiven Eigenschaften ist »The Goodwin Games« lahm. Vermutlich eine Kombination aus folgenden Dingen:

  • Die Chemie der Darsteller stimmt nicht. Zumindest zu Beginn. In den nächsten Episoden wird’s etwas besser.
  • Die meisten Witze sind irgendwie unlustig und doof. Zünden nicht richtig.
  • Der Fremdschäm-Faktor ist zu hoch.
  • Becki Newton nervt.

Da kann auch der großartige, völlig fremde Goodwin-Games-Mitspieler nicht Helfen, der für mich das stille Highlight der Show ist.

Ich sehe das Potenzial in der Prämisse und in den Darstellern, aber »The Goodwin Games« hätte ich keine vollständige Staffel ausgehalten. Schade eigentlich.

→ »The Goodwin Games« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 57


  1. Der lustigsten Serie diesseits von Sagittarius A*. 

  2. Am 1. Juli die letzte, bei der Neil Patrick Harris die Regie führt. 

CyberChimps