The Last Ship

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Das Navy-Schiff dieser Serie wird zu „The Last Ship“, quasi der letzten Hoffnung der Welt, während einer weltweiten Pandemie. Als sie mit fast 300 Mann in See stechen, hat gerade ein Virus die ersten grausamen Spuren in Ägypten hinterlassen. Die Forscherin Rachel Scott (Rhona Mitra) gesellt sich zu Commander Chandler (Eric Dane) unter dem Vorwand, Vögel zu studieren, sucht aber in Wirklichkeit nach einem Gegenmittel. Als die Crew nach vier Monaten Funkstille während seiner Was-auch-immer-Expedition wieder nach Hause telefonieren will, sind 80 Prozent der Weltbevölkerung tot oder infiziert.

Für eine Michael-Bay-Produktion ist der Moment, als die Besatzung von dem Schicksal der Welt erfährt erschreckend undramatisch. Ich hatte die übertriebene Aufgeregtheit von „Transformers“ und Co., mit weit aufgerissenen Augen und anschwellender Musik, erwartet1. Stattdessen fehlt in der Pilotepisode solches Tammtamm völlig.

Nicht einmal die Momente, wenn die Charaktere nach und nach erfahren, dass ihre Angehörigen es nicht geschafft haben, sind sonderlich emotional. Ich weiß nicht, ob das ein Stilmittel ist. Schock, katatonische Zustände, unterstützt durch das Fehlen von Bay’scher Dramatik. Mag sein. Angesichts meiner ursprünglichen Erwartungen an diese Serie sollte ich das vielleicht gerade gut finden, doch ich konnte der Serie auf Anhieb leider nichts abgewinnen. Obwohl ich es bei Darstellern wie Eric Dane („Grey’s Anatomy“) und Adam Baldwin („Firefly“) wirklich gerne wollte. Ist vielleicht wie seinerzeit bei „Last Resort“ auch einfach nicht mein Fall wegen dieses amerikanischen Militärgedöhns‘.

Gereicht hat’s in Amerika trotzdem: Staffel 2 ist schon geordert. Für mich ist nach Folge 1 Schluss.

P.S.: Ungewohnt: Adam Baldwin in einer ernsthaften Rolle. So gar nicht nah dran an seiner besten Rolle. Und mit schwindendem Haar.

→ „The Last Ship“ in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 61, Tomatometer: 64


  1. …und gefürchtet, denn das zeichnet für mich nicht gerade eine Serie oder einen Film aus. 

Ein Gedanke zu “The Last Ship

  1. Du hast das sicherlich schon erwartet: Mir gefällt »The Last Ship« :). Nicht, so wie mir ein gut durchdachtes Drama gefällt, sondern auf einer leichteren Ebene. Aber vielleicht sollte ich das noch mal zu Digitalpapier bringen? WENN ICH DENN ZEIT HÄTTE VERDAMMTE AXT.

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