The Mob Doctor


Grace Devlin ist Chirurgin in einem Chicagoer Krankenhaus. Und so eine Art Hotshot-Ärztin. Sie macht schwierige Herzoperationen und vorausschauende Diagnosen. Aber sie gerät auch mit ihrem Mit-Operateur und Freund bei moralischen Fragen aneinander, hat eine Rivalin im Bereich und einen Vorgesetzten, den sie als inkompetent empfindet.
Als wären das noch nicht genug Baustellen für eine Ärzteserien, ist da noch der zweite Teil ihres (Doppel-)Lebens: Sie ist Ärztin der Mafia. Um ihren Bruder aus Mafia-Schuld zu befreien, hat sie einen Pakt mit dem Boss gemacht: Sie hilft bei Verletzungen, die nicht in Krankenhausbüchern auftauchen sollen. Und operiert in den dreckigen Hinterzimmern des Mobs.

»The Mob Doctor« hat ein sehr hohes Tempo. Die fast unübersichtlichen, verschiedenen Handlungsstränge werden flott erzählt und unterstreichen gemeinsam mit den schnellen Schnitten den multitaskendem Stress, den die Hauptcharakterin ausgesetzt ist. Tatsächlich funktioniert das erstaunlicherweise ganz gut.
Jordana Spiro macht eine gute Figur in ihrer ersten Hauptrolle – auch der Rest Cast gefällt mir.

Ob die Serie auch über die Pilotfolge hinweg etwas taugt, bleibt noch festzustellen. Denn hier wird bloß die Ausgangslage für den Rest der Serie geschaffen. Außerdem glaube ich, dass die Show das hohe Tempo mit all den Brandherden nicht in jeder Folge halten kann.
Aber lassen wir uns überraschen.

→ »The Mob Doctor« bei TVRage
Trailer

(Ich glaube ja, dass Chicago seine Stelzen-U-Bahn »The L« allein für Verfolgungsjagden gebaut hat.)

CyberChimps