The Spoils of Babylon

The Spoils of BabylonJonas Morehouse ist Öllandbesitzer ohne Öl. Täglich verarmen er, seine Tochter Cynthia und sein adoptierter Sohn Devon ein Stück mehr. Es scheint aussichtslos.
Just in dem Moment, als ihm die Bank auch noch das letzte Plätzchen Land wegnehmen möchte, stößt er tatsächlich auf Öl. Es fällt nur so vom Himmel. Und mit ihm, endlich, der Reichtum, den sich die Morehouses so sehr verdient haben.
Sie steigen auf in elitärere Schichten, zählen schon bald die höchsten Politiker zu ihren Freunden. Bis der Krieg der Familie ein Schnippchen schlägt. Devon wird eingezogen. Und Cynthia und er merken, dass sie für einander mehr empfinden, als nur geschwisterliche Liebe…
Erzählt wird die Geschichte von Eric Jonrosh, Autor von »The Spoils of Babylon« (sein erfolgreichster Epos). Außerdem mag er Rotwein.

»The Spoils of Babylon« ist ein großer Klamauk. Und ein Großartiger. Ein Spoof der überdramatisierten TV-Dramen der 80er1. In sechs Folgen. Die Hauptrollen: Will Ferrell, Tobey Maguire, Kristen Wiig, Tim Robbins. Außerdem: Jessica Alba, Val Kilmer, Michael Sheen, Carey Mulligan.
Ich glaube, das ist die dichteste Hollywood-Besetzung, die mir bei einer TV-Serie bisher untergekommen ist.

Inhaltlich ist »The Spoils of Babylon« genau das, was oben steht. Die Familiengeschichte ehemals glückloser Ölreicher, deren Kinder ein kompliziertes Liebesverhältnis haben.
Aber das ist völlig unwichtig. Bei der Show könnte es auch um die Kapuzineraffenplage im Texanischen Kanalisationssystem gehen.
Bei »The Spoils of Babylon« ist das Wie das Wichtige. Die Umsetzung.
Bescheuert bis zum Ende. Establishing-Shots von der Morehouse-Villa, die keine Anstalten machen, zu verbergen, dass es gerade Eisenbahn-Modelle sind. Beim Weltkriegs-Flugzeugkampf sieht man die Nylondrähte — und die eingeschnittenen, historischen Aufnahmen. Devons neue Freundin wird gespielt von einer Schaufensterpuppe. Bei Dialogen zwischen zwei Parteien sind die einzelnen Seiten bei jedem Schnitt bei einer völlig anderen Situation, als vorher. Und so geht’s weiter.

Ich lag auf dem Boden, so ein riesiger Schwachsinn ist »The Spoils of Bablyon«. Toll! Unbedingt anschauen.

→ »The Spoils of Babylon« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: 69, Tomatometer: 81%


  1. Die ich nicht kenne, aber mir, dank »The Spoils of Babylon«, nun gut etwas drunter vorstellen kann. 

CyberChimps