Trophy Wife

Trophy WifeKate feiert gerade wild ihr jugendliches, unbekümmertes Leben in einer Karaokebar, als sie ihrem zukünftigen Ehemann in die Arme stolpert. Der ist etwas älter als sie, hat drei Kinder und zwei Ex-Frauen. Trotzdem funkt es und Kate ist ein Jahr später mit Pete und seiner eigenwilligen Familie verheiratet.
Tagtäglich muss sie nun mit den Besonderheiten der Familienmitglieder und ihren Dynamiken klar kommen, muss sich als gut aussehende, junge, vielleicht etwas tollpatschige Frau beweisen.

Ich finde den Titel »Trophy Wife« ziemlich doof. Mir ist die ironische Anspielung und all das bewusst, ja, trotzdem: doof. Und, tatsächlich, lässt er den Inhalt zu schlecht wegkommen. Nicht viel, aber immerhin. Ich hatte mit Schlimmerem gerechnet.

Die Hauptrolle des Trophy Wifes spielt Malin Åkerman. Die habe ich zwar noch nie bewusst in einer Show wahr genommen, trotzdem kommt sie mir ab der ersten Szene irgendwie bekannt vor… One of those faces.

Inhaltlich balanciert »Trophy Wife« auf der Grenze zwischen ironisch-lustig und fremdschämig-blöd. Dauernd. Ein paar Lacher konnte mir die Sitcom aber trotzdem entlocken. Natürlich sind die häufig auf Kosten von irgendwem: Auf Kosten der naiven Hauptcharakterin, auf Kosten der zugeknöpften oder zu new-age-igen Exfrauen, auf Kosten der Verplantheit aller anderen Charaktere. Aber das ist wohl so bei klassischen Sitcoms, was?
Erwähnenswert noch Bradley Whitford als männliche Hauptrolle der Serie. Mag ich eigentlich, aber hier wirkt er etwas befremdlich platziert.

Noch ganz abgeschrieben habe ich »Trophy Wife« nach der Pilotepisode nicht. Das Setup ist hinreichend bescheuert, dass ich noch etwas weiter schauen werde. Langfristig muss aber die Fremdschäm-Komponente etwas weniger werden.

→ »Trophy Wife« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: , Tomatometer: 60%

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