True Love

True LoveDie BBC zeigt in dieser Woche eine fünfteilige Serie namens „True Love“, gleich nacheinander – die geballte emotionale Packung sozusagen. „True Love“ ist so etwas wie das britische, mit schwermütiger Musik unterlegte „Love Bites“, jener abgesetzten US-amerikanischen Serie aus dem vergangenen Jahr, in der Beckie Newton („How I Met Your Mother“) das Kind ihrer Schwester bekam und ihre Freunde in allerlei romantische Geschichten vertieft waren.

Auch in der UK-Version hängen die einzelnen Episoden, die aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt werden, irgendwie zusammen, beschreibt Wikipedia. In der ersten Folge trifft David Tennant, den ich bislang nur einmal zufällig beim Zappen im Ausland als Dr. Who erleben musste (pardon, Who-Fans), als glücklich verheirater Familienvater seine Jugendliebe wieder und droht, mit ihr durchzubrennen. Dann wäre da Rapper Ashley Walters, dessen Figur Liebe auf den ersten Blick mit einer Fremden erlebt. Sie haben eines gemeinsam: das plötzliche Bedürfnis, auszubrechen und sich in etwas zu fliehen, was schöner wirkt, aber doch zerbrechlich ist und dessen anfänglicher Reiz zu verfliegen droht. Und noch was ist ihren Geschichten gemein: Während Hollywood ihre Nebenbei-Romanzen mit aufregender Musik hinterlegen und dem Ganzen einen abenteuerlichen und dabei positiven Spin geben würde, wirkt es in „True Love“ stets verboten und anrüchig.

Wie schon bei „Love Bites“ macht die Vielfalt der Geschichten und Charaktere den Reiz der Serie aus, vor allem, wenn man wie ich auf Episoden- und Ensemble-Geschichte steht – was aber auch bedeutet, dass sich wenig sagen lässt, ohne das gesamte Bild, also alle Folgen zu sehen. Ich hoffe jedoch , es wird noch etwas fröhlicher, denn für eine Serie, in der es um Liebe geht – selbst wenn sie wie der verbotene Apfel ist -, sind die mir alle zu melancholisch. Ist halt ein britisches Drama, das à la „Mistresses“ mit stellenweise an einen Thriller erinnerndem Soundtrack die Abgründe der menschlichen Emotionalität zeigt. Trotzdem: Mir gefällt’s, und sei es nur, weil ich mich auf Kaya Scodelario freue, bekannt als umtriebige Effie aus „Skins“, die laut IMDB in gleich drei Folgen mitspielt und in einer davon mit Billie Piper („Secret Diary of a Call Girl“) anbandeln wird. Uiuiui.

CyberChimps