Unforgettable

UnforgettableOb Gerüche, Schatten, Ereignisse, das Wetter oder die Lottozahlen: Carrie Wells kann sich an jedes Detail erinnern, das sie jemals gelesen, gehört oder erlebt hat – und vergisst es niemals wieder. Hyperthymesia heißt die Krankheit, die das verursacht und neben Poppy Montgomery als Carrie die Hauptrolle in der neuen CBS-Krimiserie „Unforgettable“ spielt. Als die frühere Polizistin Zeugin eines Mordes wird, trifft sie unverhofft ihren Ex-Freund und ehemaligen Vorgesetzten Al Burns (Dylan Walsh) wieder. Er und die Umstände des Verbrechens, zu dessen Aufklärung Carrie etwas abrupt eingespannt wird, scheinen in ihr etwas auszulösen. Denn plötzlich kann sie sich an die einzigen Details erinnern, die selbst ihre perfekte Erinnerung immer verdrängt hatte: wie vor Jahrzehnten ihre Schwester starb.

Mit der ungewöhnlichen Situation der Hauptfigur hat „Unforgettable“ eine eigentlich faszinierende Prämisse, die sich von denen ähnlicher Procedurals wie „Castle“ oder „The Mentalist“ absetzt. Ich fürchte jedoch, dass auch Carries Fähigkeiten sich genauso schnell abnutzen könnten wie die von Simon Bakers Figur Patrick Jane. Auch der offenbar als übergreifende Storyline angelegte Mord an Carries Schwester erinnert stark an Janes Vendetta oder die Suche nach dem Mörder von Becketts Mutter. Ich habe meine Zweifel, ob die Hyperthymesia reichen wird, um „Unforgettable“ von der Konkurrenz abzusetzen.

Wenn ihr mich fragt, brauchen wir inmitten besagter Cop-Serien und dem zigsten CSI-Spin-off nicht noch ein x-beliebiges Crime Procedural. Wenn „Unforgettable“ nicht noch ein Ass aus dem Ärmel zaubert, bleibe ich lieber bei Nathan Fillion als „Castle“, der bringt wenigstens noch eine gehörige Portion Comedy in seinem Drama unter.

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