Veep

VeepSelina Meyer ist »VP«, oder »Veep«, wie man im Slang sagt. Steht für Vice President und meint damit die Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika. Das zweite Rad am Einrad der Spitze der mächtigsten Nation der Erde. Wir begleiten sie bei ihren tagtäglichen Geschäften: Den politischen Taktierungen, den repräsentativen Aufgaben, den (vielen) Un- und Missgeschicken – und, besonders, dem VP-Büroalltag. Da wimmelt’s nämlich nur so von inkompetenten undoder verrückten Persönlichkeiten, die wunderbar zur VP selbst passen – und einen wundern lassen, wie Meyer es überhaupt so weit geschafft hat.

»Veep« ist eine trockene HBO-Comedy mit einer ganz seltsamen Art von Humor. Gefilmt in Wackelkamera-Fake-Doku-Technik (die, so klärte mich Wikipedia auf, auch einen professionelleren Namen hat – nämlich Cinéma vérité) ganz nah an der Vizepräsidentin dran. Vermutlich lässt sich das alle hervorragend mit »The Office« vergleichen – habe ich allerdings nie gesehen, kann ich also nicht.

Ob einem »Veep« gefällt oder nicht, hängt stark davon ab, ob man den verplanten, spontanen, ironischen Humor der Show mag. Obwohl das Thema sehr amerikanisch ist, merkt man im Stil die britischen Wurzeln der Show (»Veep« ist eine lose Adaption des britischen »The Thick of It«, vom gleichen Showrunner). Die Schauspieler machen einen guten Job und auch die Wochenstory ist so gut wie schlecht (eben die Aufgaben und Verwirrungen im Vizepräsidentenbüro). Es kommt alles auf den Humorgeschmack an.

→ »Veep« bei TVRage und in der Wikipedia
→ Trailer

(Ich fänd’s total toll, wenn’s bei POTUS und VPOTUS in der Wirklichkeit wirklich so ablaufen würde und die Höchstprofessionalität, mit der wir das Amt serviert bekommen, nur ein riesiger Hoax ist.)

CyberChimps