We Are Men

We Are MenNachdem Carter in bester Hollywood-Film-Manier von seiner Braut am Altar stehen gelassen wird, zieht er in einen Apartment-Komplex ein. Dort freundet er sich bald mit der lokalen Gang von Ex-Ehemännern an. Dazu gehört der etwas ältere Frank, der schon vier Ehen hinter sich hat, aber immer noch mit einer großen Portion Charme Frauen um den Finger wickelt; außerdem Stuart, der keine Gelegenheit auslässt, sein T-Shirt auszuziehen, bei seiner momentanen zweiten Scheidung von der gleichen Frau ausgenommen wird, wie bei der ersten, und deswegen so lange seine Besitztümer versteckt; und Gil, den seine Frau bei der vermutlich unerfüllendsten Affäre aller Zeiten erwischt hat.
Zusammen versuchen sie das Single-Dasein so interessant wie möglich zu gestalten und stehen sich mit Rat und Tat zur Seite. Eine Band of Brothers.

»We Are Men« ist ziemlich egal.
Auf der positiven Seite heißt das: Die Comedy ist nicht so schrecklich wie »Dads«. Yay!
Auf der negativen Seite allerdings: Sie reißt mich weder mit Witzen, noch mit besonders cleverer Geschichte von meinem Liegestuhl.

Das Thema bringt natürlich einiges an chauvinistischem Potenzial mit sich. Männer, im Rudel, die ihr erfrischendes Single-Dasein feiern und auf der Dauerjagd nach der nächsten Frau sind. Tatsächlich ist es in der Praxis in der Serie nicht ganz so schlimm. Ertragbar.
Die Vor-dem-Altar-Stehengelassen-Szene , auch die zweite, ist ganz schön kitschig und doof. Und klischeeig. Aber das haben wir mit der Pilotepisode dann hoffentlich hinter uns gelassen.

Potenzial haben allerdings die Hauptdarsteller. Kal Penn und Tony Shalhoub mag ich, Jerry O’Connell passt ziemlich gut in die Rolle.

Mein Kompromiss: Noch ein-zwei Folgen gebe ich »We Are Men« die Chance, sich zu entwickeln, bevor ich es wegen zu hoher Egalheit mit Hang zum Doofismus absetze.

→ »We Are Men« in der Wikipedia und bei TVRage
Trailer
→ Metacritic-Score: , Tomatometer:

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