Whitney

WhitneyDie mir bisher unbekannte Stand-Up-Komikerin Whitney Cummings spielt in »Whitney« sowas wie sich selbst. Sie lebt mehr oder minder glücklich mit ihrem Freund zusammen, die Serie bildet ihr tagtägliches Leben ab (vermute ich zumindest). Mit dabei: Ihre überspitzte Entourage.

Im Piloten sprengt Whitney erst eine Hochzeit, hat dann keinen Sex, dann fast und dann noch mal fast im Krankenhausbett ihres Freundes.

Wie bei den meisten Comedies in diesem Jahr (bisher zumindest): Die meisten Gags kennt man schon aus dem Trailer zu »Whitney«. Und die Show ist so, wie man sie sich dann auch vorstellt. Die quirlige Whitney stolpert in ein paar Fettnäpfchen, ist aber dabei ganz charmant, ihr Freund Alex hat einen murrigen Humor, Whitneys Freundinnen füllen den Rest der Show, mitunter mit einigem WTF.

Man merkt, dass Frau Cummings eigentlich eine Stand-up-Comedy-Frau ist: Die Witze sind alle typisch »Hey, ich will dir Folgendes erzählen…« Außerdem nervt der Laugh-Track, der bei der Show allerdings nicht aus der Dose kommt, sondern (vermutlich) live beim Szenendreh mit aufgezeichnet wurde. Auch thematisch keine Offenbarung.
Die Witze allerdings sind solide und manchmal sogar etwas böse (was gut ist).

Aber ob ich eine weitere Mittdreißiger-Pre-Midlifecrisis-Love-Serie regelmäßig schauen werde, hängt wohl davon ab, wie sehr der Spin am Genre und Whitneys kantigen Witze über den Dashattenwirallesdochschon!-Faktor und den Laugh-Track hinwegtrösten.

→ »Whitney« bei TVRage

(Ein Absetzen, wie es eine Petition noch vor der Ausstrahlung fordert, finde ich etwas vorschnell – ich befürchte allerdings, dass die Show nicht lange durchhält. Auch scheint das Internet alles andere als begeistert von der Show, allerdings auch hier: so herausragend schlecht finde ich »Whitney« nicht (was nicht heißt, dass ich sie gut fände ;)).)

CyberChimps