Work It

Work ItWorum’s in „Work It“ geht, ist schnell und schmerzhaft erzählt: Die arbeitslosen Lee (Benjamin Koldyke) und Angel (Amaury Nolasco) heuern aus Verzweiflung in Frauenkleidung bei einer Firma an.

Es ist schon eine ziemliche Zumutung, was heutzutage so alles auf Sendung gehen darf. Vor allem, wenn es so von vorgestern ist wie „Work It“. Die neue ABC-Comedy-Serie wäre wohl gerne eine süffisante Geschlechterbetrachtung mit Retro-Flair, ein Konzept aus den Achtzigern, neu aufgelegt für ein neues Frauen-Zeitalter. Denkste. Die Idee, zwei erwachsene Männer in Frauenkleider zu stecken, und die Tatsache, dass ein Büro voller aufmerksamer Ladies nicht bemerkt, dass die Mannsweiber mit Adamsapfel Wölfe im Schafspelz sind, ist genauso lächerlich wie eh und je. Nur heute noch weniger lustig, weil einfach nicht mehr zeitgemäß.

Ich wollte der Serie eine Chance geben, habe mir die Pilotepisode angeschaut und wirklich versucht, eine tiefere Ebene zu finden. Doch „Work It“ macht nichts anderes als Klischees aufzuwärmen und Stereotypen zu bedienen, nur dass die Stereotypen heute ein wenig anders sind als vor dreißig Jahren. Sehr irritierend, dass dort zum Beispiel mit Nolasco („Prison Break“) und der wundervollen Rebecca Mader („Lost“) zwei Schauspieler aus früheren Hit-Serien mitspielen. Vielleicht dachte ich deshalb, es müsse mehr dahinter stecken.

Tut es aber nicht. Absetzen, bitte!

…Schlimm, dass für so etwas „Community“ und „Cougar Town“, zwei wirklich hervorragende Comedies, hinten anstehen müssen.

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